Änderung des EDL-G

Verpflichtende Energieaudits für Unternehmen durch das neue Energiedienstleistungsgesetz

Der Bundestag hat Anfang Februar in zweiter und dritter Lesung der Novelle des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) mit Änderungen zugestimmt. Nun muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren und könnte dann bereits im März in Kraft treten.

Das EDL-G wird in seiner novellierten Fassung für alle Unternehmen, die nicht unter die KMU-Definition der EU fallen, die Verpflichtung zur regelmäßigen Durchführung von Energieaudits einführen. Mit anderen Worten - alle Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeiter, einen Jahresumsatz von über 50 Mio. Euro oder eine Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro haben, müssen zukünftig diese Audits durchführen. Erstmals bis zum Stichtag 5. Dezember dieses Jahres, danach müssen sie alle vier Jahr wiederholt werden. Betroffen sind sämtliche Branchen, unabhängig von der Einstufung ins produzierende Gewerbe. Den Audits zu Grunde zu legen ist dabei die DIN 16247-1. Die Bundesregierung kommt durch diese Gesetzesänderung den Verpflichtungen zur Umsetzung der EU-Effizienzrichtlinie nach. Diese Pflicht besteht unabhängig von anderen, für Betriebe häufig zutreffende Quasi-Verpflichtungen zur Einführung von Energiemanagementsystemen durch die Vorgaben der Spitzenausgleich und Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) oder durch das EEG.

Der Zeitrahmen für die betroffenen Unternehmen ist sehr eng. Die Zahl der zugelassenen Auditoren ist begrenzt, so dass es leicht zu einem Engpass bei der Durchführung des Energieaudits kommen kann. Mehr Informationen zu diesem Thema bietet auch die Umweltaussprache von Südwesttextil, Gesamtmasche und VTB am 19. März in Günzburg.