Arbeitsagentur investiert in Prävention

Zahl der arbeitslosen Jugendlichen leicht rückläufig

Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr von der guten Konjunktur profitiert. "Die Vermittler konnten die gute Lage nutzen und mehr Menschen schneller in Arbeit bringen", sagte Eva Strobel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur in Baden-Württemberg auf dem Landesausschuss für Berufliche Bildung (LAB) Anfang April. Dieser Trend hat sich auch im ersten Quartal 2008 fortgesetzt: Mittlerweile liegt die Jugend-
arbeitslosigkeit im März bei 3,4 Prozent, das sind 0,9 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Wichtiger als die positiven Arbeitsmarktdaten in Baden-Württemberg war Strobel aber die Vorstellung des Tätigkeitsfeldes der Arbeitsagentur in der beruflichen Bildung. Dabei hat die Nürnberger Behörde neue Mittel im Bereich der Vermeidung von Arbeitslosigkeit investiert. So wurden neue Berufsberater eingestellt und Gelder für Berufsorientierungsmaßnahmen, wie die Initiativen "Ingenieurinnen helfen Schülerinnen" und "Kompetenzanalyse in der Hauptschule", zur Verfügung gestellt. Rund 10 Mio. Euro stehen 2008 für die Co-Finanzierung solcher Projekte bereit. Weiter engagiert sich die Arbeitsagentur neben der "job to job" Vermittlung in der Weiterbildungsberatung. So konzipiert sie in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Weiterbildungsmöglichkeiten vor allem für die gering qualifizierten und älteren Mitarbeiter. Strobel betonte, dass diese Finanzierungen nur vorübergehender Natur sind und nicht zur primären Aufgabe der Arbeitsagentur gehören.

Förderprogramm der Arbeitsagentur im Bereich für berufliche Bildung:

1. Einstiegsqualifizierung nach § 235b SGB III
Dabei handelt es sich um die so genannte EQJ-Förderung.

2. Qualifizierungszuschuss für jüngere Arbeitnehmer (§ 421o SGB III)
Arbeitgeber, die jüngere Arbeitnehmer einstellen, die keinen Berufsabschluss haben und zuvor mindestens 6 Monate ar-beitslos waren, können einen Zuschuss erhalten, wenn sie den Jungendlichen im Rahmen des Arbeitsverhältnisses nachweislich qualifizieren.

3. Eingliederungszuschuss für jüngere Arbeitnehmer (§ 421p SGB III)
Arbeitgeber, die jüngere Arbeitnehmer einstellen, die trotz eines Berufsabschlusses zuvor mindestens 6 Monate arbeitslos waren, können einen Zuschuss erhalten.

4. Sozialpädagogische Begleitung nach § 241a (1) SGB III
Das Leistungsangebot bezieht sich auf Maßnahmen zur sozialpädagogischen Begleitung während z.B. einer Einstiegsqualifizierung.

5. Ausbildungsmanagement nach § 241a (2) SGB III
Administrative und organisatorische Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben (mit bis zu 500 Beschäftigten) im Zusammenhang mit der betrieblichen Berufsausbildung und Einstiegsqualifizierung.