Zukunftsfabrik Arena 2036

Start des Forschungscampus auf dem Universitätsgelände Vaihingen

Unter Anwesenheit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und über 150 hochrangigen Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ging am 3. Juni auf dem Universitätscampus Vaihingen die Forschungsfabrik Arena 2036 an den Start. In dem geplanten 8 000 Quadratmeter großen Forschungsgebäude mit Büro-, Labor- und Produktionsflächen werden Ende 2016 Wissenschaftler der Universität Stuttgart, des Fraunhofer-Instituts IPA, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des DITF Denkendorf Hand in Hand mit Mitarbeitern von Partnerunternehmen wie Bosch, Daimler, BASF, Bär Automotion, Faro und Festo an der Entwicklung eines umweltschonenden Automobils der Zukunft arbeiten.

Mit einem Investitionsvolumen von 30 Mio. Euro, getragen je zur Hälfte vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium und der Uni Stuttgart, entstehen in der Pilotfabrik 160 Arbeitsplätze für Spitzenforscher, die sich mit wandlungsfähiger Produktion und funktionsintegriertem Faserverbund-Leichtbau in der Serienfertigung von Fahrzeugen beschäftigen. Die Zielsetzung: bis zum Jahr 2036 - dem 150-jährigen Jubiläum des Automobils - die Basis für einen grundlegenden Wandel in der Automobilproduktion zu schaffen.

"Innovationen sind heute in den seltensten Fällen das Ergebnis einsamer Tüftler. Sie entstehen vielmehr an den Schnittstellen von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft",

erklärte der Ministerpräsident in seiner Rede und unterstrich die Bedeutung des Forschungscampus für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Finanziell und politisch unterstützt wird das Projekt, das 2012 den Innovationswettbewerb des Bundesforschungsministeriums gewonnen hat, durch den Bund und das Land Baden-Württemberg. In einem Zeitraum von maximal 15 Jahren stellt das BMBF Fördermittel von jährlich bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Seit Juli 2013 arbeiten die Arena 2036-Partner bereits in einem Interimsgebäude an vier Startprojekten: "Intelligenter Leichtbau und Funktionsintegration", "Digitale Produktion – neue Materialien und Prozesse", "Forschungsfabrik – Produktion der Zukunft" sowie am Schnittstellenprojekt "Kreativität, Kooperation, Kompetenztransfer".

„Für die DITF Denkendorf bietet der Forschungscampus Arena 2036 die große Chance, ihre jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von Fasern und Faserverbundwerkstoffen für den funktionsintegrierten Leichtbau einzubringen. Wir besitzen alle notwendigen Technologien und Kompetenzen, um in diesem kollaborativen Großprojekt die Ideen für das Automobil der Zukunft zu entwerfen und umzusetzen“,

meinte Prof. Götz T. Gresser, Vorstandssprecher der DITF Denkendorf.