Auf dem Weg zur weltweiten einheitlichen Kennzeichnung

Die EU-Kommission hat einen Verordnungsentwurf für die Einführung des "Globally Harmonized System for Classification and Labeling (GHS)" vorgelegt.

Der Vorschlag baut auf dem bestehenden Chemikalienrecht auf und führt ein neues weltweit einheitliches System zur Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe und Gemische ein. Dabei soll durch einheitliche Piktogramme (GHS-Gefährdungssymbole) eine einheitliche Einstufung in Form eines Sicherheitsdatenblattes die Gefahren für die menschliche Gesundheit und Umwelt bei der Herstellung, beim Transport und bei der Verwendung von Chemikalien deutlich reduzieren. Die alten bekannten orangefarbenen Gefahrstoffsymbole werden verschwinden.
Völlig neu gestaltet werden die Einstufungsgrenzen der Stoffe. So werden zum Beispiel Stoffe die mit dem "Andreaskreuz" als gesundheitsschädlich gekennzeichnet waren, zukünftig mit einem "Totenkopf-Symbol" versehen. Dies bedeutet nicht, dass die hergestellten Chemikalien und Farbstoffe gefährlicher geworden sind, sondern nur, dass sich die Kriterien geändert haben. Die EU-Kommission hat mitgeteilt, dass die Einführung von GHS zeitgleich mit der Verordnung über die Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien (REACH) in Kraft gesetzt werden soll. Für die Neueinstufung und Neukennzeichnung würden somit mehrjährige Übergangsfristen gelten.
Eine Übersicht über die GHS-Gefahrenklassen und deren Piktogramme kann bei uns angefordert werden.