Bedarfsabfrage „Vertrauenswürdige IT“

Interessierte Unternehmen sind bis zum 31. Juli gebeten, ihren Bedarf an „vertrauenswürdiger IT Made in Europe“ im Rahmen des Cyberbündnisses mit der Wirtschaft dem BDI mitzuteilen.

Im Rahmen des „Cyberbündnisses mit der Wirtschaft“ verfolgen das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI) das übergeordnete Ziel, durch eine enge Kooperation von Staat und Industrie zu einer Stärkung der Cyberresilienz Deutschlands beizutragen. Eines der Bündnisziele liegt darin, gemeinsam mit interessierten Unternehmen mögliche Produkte und Dienstleistungen zu identifizieren, die helfen können, die digitale Souveränität Deutschlands zu stärken. Die Unternehmen sollen auch zukünftig die Hoheit über ihre Daten behalten und ihr geistiges Eigentum auch in einer zunehmend vernetzten Welt schützen können.

Gerade in hochsensiblen Bereichen, wie beispielsweise kritischen Infrastrukturen oder sonstigen besonders schutzbedürftigen Unternehmensbereichen, sollten Unternehmen nur Hard- und Softwarelösungen einsetzen, die auch das notwendige Maß an Sicherheit für Daten, Dienste, Netze und Systeme gewährleisten können. Das Vertrauen in die Hersteller und die Hard- und Softwarelösungen selbst ist Grundvoraussetzung für einen sicheren Einsatz.

In einem ersten Schritt soll der Bedarf an „vertrauenswürdiger IT Made in Europe“ ermittelt werden. Es wird davon ausgegangen, dass der Bedarf hauptsächlich in folgenden Bereichen herrscht:

  • Dateninfrastrukturen
  • Kommunikationsdienstleistungen
  • Hardware-Komponenten
  • sicherheitskritische Netzkomponenten
  • KI-Systeme
  • Elektronik
  • Software-Lösungen

Aufbauend auf diesem Verständnis wären BMI und BDI dankbar, wenn Ihre Mitgliedsunternehmen prüfen könnten, an welchen Stellen und Geschäftsprozessen und in welcher Art (Einsatzzweck) ein derartiger Bedarf bestehen würde.

Die Bedarfsabfrage enthält die beiden Kernfragen:

  • Wo sehen Sie „Lücken“ an Produkten und/oder Dienstleistungen und insbesondere Schlüsseltechnologien für kritische Geschäftsprozesse, die zur Wahrung Ihrer Cybersicherheit und mithin auch Ihrer „Digitalen Souveränität“ essenziell sind, jedoch aktuell nicht in zufriedenstellender Diversität der Anbieter zu Verfügung stehen?
  • Bei welchen Technologien (Hard-, Software, Elektronik, Dateninfrastrukturen, Systeme, etc.) würden Sie sich insbesondere nationale oder europäische Bezugsquellen wünschen? Bitte nennen Sie möglichst konkrete Elektronik-, Hardware- und Softwarekomponenten sowie sonstige Lösungen.

Interessierte Unternehmen sind gebeten, bis zum 31. Juli 2020 die o. g. Fragen über ein Formular hier zu übermitteln.

Die übermittelten Ergebnisse werden selbstverständlich vertraulich behandelt, nicht öffentlich gemacht und sind in keiner Weise einer Verbindlichkeit unterworfen.

Weitere Schritte:
In einem nächsten Schritt sollen in Abstimmung mit den Bedarfsträgern drei bis fünf Projekte ausgewählt und im Hinblick auf eine wirtschaftliche Umsetzung untersucht werden. Die so identifizierten und geprüften Projekte sollen über eine anteilige finanzielle Beteiligung von Staat und Unternehmen in Abhängigkeit von der Art der Projekte in einer noch festzulegenden Projektstruktur mittelfristig zur Marktreife gebracht werden.