Bildung in der digitalen Welt

Strategie auch für die berufliche Bildung.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat ihre Strategie "Bildung in der digitalen Welt" veröffentlicht. Die Strategie formuliert Handlungsfelder für Länder, Bund, Kommunen und Schulträger sowie Schulen zu folgenden Fragen: Über welche Kompetenzen müssen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene verfügen, um künftigen Anforderungen der digitalen Welt zu genügen? Und welche Konsequenzen hat das für Lehrpläne, Lernumgebungen, Lernprozesse oder die Lehrerbildung?

Für die berufliche Bildung bedeutet es, dass der Kompetenzerwerb im Kontext von digitalen Arbeits- und Geschäftsprozessen als fächerübergreifende Querschnittsaufgabe angelegt sein muss. Folgende Handlungsfelder werden für diesen Bereich benannt:

  • Anwendung und Einsatz von digitalen Geräten und Arbeitstechniken

Innerhalb der Wertschöpfungsketten steigt der Anteil der Informationsverarbeitung immer stärker an. Der zunehmenden Automatisierung von Prozessen muss jedoch eine Entscheidung über deren zielgerichteten Einsatz vorausgehen.

  • Berufliche Handlungsfähigkeit

Kreative und soziale Tätigkeiten werden mit Blick auf ein erfolgreiches Erwerbsleben im Zuge der Digitalisierung zunehmend relevant. Monotone bzw. einfache Tätigkeiten werden immer stärker von intelligenten Systemen unterstützt bzw. durch diese ersetzt. Zugleich wird qualifizierte Arbeit zunehmend spezialisiert.

  • Internationales Denken und Handeln

Durch die digitale Vernetzung und die globalisierte Arbeitswelt werden Arbeitsprozesse zunehmend in weltweiter Kooperation ausgeführt. Daher ist Fachwissen über internationale Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag erforderlich. Interkulturelle Kompetenzen und Fremdsprachenkenntnisse bilden die Basis für erfolgreiche Arbeit in internationalen Kontexten.

  • Projektorientierte Kooperationsformen

Projektorientierte Kooperationen, um beispielsweise für komplexe Sachverhalte Problemlösungen zu finden, werden durch die Digitalisierung ermöglicht und erleichtert. Der Austausch und die Abstimmung von (multinationalen) Teams mithilfe digitaler Medien erfordert die Beachtung von Regeln der mündlichen und schriftlichen Kommunikation.

  • Datenschutz und Datensicherheit

Im globalen Netz ist die Pflege und Sicherung von Daten und Dokumenten (z. B. von Personaldaten, Unternehmensgeheimnissen, Forschungs- und Entwicklungsergebnissen) unter Berücksichtigung des Datenschutzes und der Datensicherheit zunehmend erfolgsentscheidend.

  • Kritischer Umgang mit digital vernetzten Medien und den Folgen der Digitalisierung für die Lebens- und Arbeitswelt

Die digital vernetzten Medien bieten den Nutzern eine Fülle von Möglichkeiten, wie z. B. der unbegrenzte Zugang zu Informationen, neue Kommunikationswege oder innovative Geschäftsmodelle. Schülerinnen und Schüler sollen einen verantwortungsbewussten Umgang mit den digitalen Medien erlernen.

Die Implementierung der im Strategiepapier formulierten Anforderungen für die schulische und berufliche Bildung stellt einen Schwerpunkt der Länder in den kommenden Jahren dar.
Die berufliche Bildung baut auf den Erfahrungen der Schüler sowie deren erworbenen Kompetenzen aus der Allgemeinbildung auf.

Das Strategiepapier ist steht zum Download zur Verfügung.