Mehr IT-Sicherheit für Unternehmen

Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt „CyberProtect“ mit 2,8 Millionen Euro. Das Projekt unterstützt den Mittelstand bei der Auswahl sicherer Software. In einem Testlabor können Unternehmen ihre Software prüfen und die Umsetzung der Sicherheitsanforderungen bestätigen lassen.

Das Projekt unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Auswahl sicherer Software. Auch Firmen, die selbst Software entwickeln, erhalten Hilfestellungen, um die Sicherheit ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. Die Angebote können in Karlsruhe und Stuttgart wahrgenommen werden.

Von Anfang an wird bei dem Projekt eng mit den mittelständischen Firmen zusammengearbeitet. So können die Unternehmen in einem Security-Testlabor ihre Software prüfen und die Umsetzung der Sicherheitsanforderungen bestätigen lassen. Für die sogenannten „Quick Checks“ können sich die Unternehmen ab dem Frühjahr bewerben. Hier untersucht ein Expertenteam konkrete Anwendungsfälle der Betriebe und gibt Tipps, um die Sicherheit zu verbessern. Außerdem beraten die Expertinnen und Experten zu den Potentialen KI-basierter Softwaresysteme.

„CyberProtect“ konzentriert sich zunächst auf datengetriebene Software in vernetzten Produktionsumgebungen (Industrie 4.0). Die Ergebnisse sollen zukünftig in weitere Anwendungsbereiche übertragen werden. Ziel ist es, ein Gütesiegel für Software zu etablieren. Mögliche Sicherheitsrisiken werden identifiziert, Prüfverfahren und Testwerkzeuge konzipiert und neue Technologien entwickelt, um Software gegen externe Hackerangriffe und interne Sabotageversuche abzusichern. Ein Schwerpunkt liegt auf lernenden Systemen – der sogenannten Künstlichen Intelligenz (KI) – und wissensbasierten Automatisierungstechnologien. Auch die Frage, wie die Personensicherheit und der Datenschutz bei der Nutzung großer Datenmengen stets gewährleistet werden können, spielt eine wichtige Rolle.

Das Projekt „CyberProtect“ wird gemeinsam vom FZI Forschungszentrum Informatik, dem Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB (beide in Karlsruhe) und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart durchgeführt. Es läuft bis Oktober 2020.