Damit die weiße Couch nicht bunt wird

Forschungsinstitute entwickeln Ausrüstung zum Schutz heller Möbelbezugsstoffe vor Verfärbung

Dunkelblaue Jeans auf weißer Couch oder ein Kleid in kräftigem Rot: Wenn helle Möbelstoffe wie zuletzt im Trend liegen, ist diese Kombination weder selten noch unproblematisch. Das stellt die Hersteller von Möbelbezugsstoffen vor neue Herausforderungen, denn mitteltonige oder dunkle Farbstoffe aus dem Faserabrieb von Bekleidungstextilien schmutzen helle Bezugsstoffe leicht an.

Um helle Bezugsstoffe resistenter gegen eine Anschmutzung durch nicht reibechte Textilien zu machen, haben das Hohenstein Institute und das Deutsche Textilforschungszentrum Nord-West (Krefeld) einen neuen Ansatz entwickelt: Eine antiadhäsive, quasikeramische Beschichtung auf Nanosolbasis, die sich wie ein Schutzfilm über den Möbelstoff legt und so eine Anschmutzung verhindert oder ihre Beseitigung vereinfacht.

Während der Forschungsarbeiten wurden verschiedene Applikationen getestet und auf gebrauchsbedingte Eigenschaften bewertet. Dabei stellte sich heraus, dass entgegen bisheriger Vermutungen nicht der Faserabrieb als vielmehr der direkte Farbstoffabrieb für die Anschmutzungen verantwortlich ist.

Das Forschungsziel wurde erreicht, wenngleich nur für eine Auswahl bestimmter Ausrüstungen. In diesen Fällen ist eine vollständige Beseitigung der Farbstoffabriebe möglich. Noch offen ist die Suche nach wasser- und ölabweisenden Ausrüstungen zum Schutz heller Polsterstoffe. Doch die Aussichten, auch dafür Lösungen zu finden, sind gut.

Der Forschungsbericht des Projekts AiF 15151 N kann als Printversion bei Südwesttextil ([javascript protected email address]) angefordert werden.