DBU-Sonderprogramm fördert grüne Start-ups

Mit rund 1,5 Millionen Euro fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Gründer mit einem grünen Hintergrund und Fokus auf den Bereich Digitalisierung.

„Grüne Gründungen suchen die Verbindung von Wohlstand, ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit. Seit 2006 wurden so in Deutschland über 1,2 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen. Doch dieser grüne Trend wird vergleichsweise wenig unterstützt. Start-up-Förderprogramme, die Umweltschutz und Nachhaltigkeit zentral in den Mittelpunkt rücken, gibt es nicht“, führte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde Anfang April am DBU-Stand auf der Hannover Messe aus.

Hier setzt die DBU an: Vom Messestand aus gaben Bonde und Projektleiter Dr.-Ing. Jörg Lefèvre das Startsignal für ein insgesamt 1,5 Millionen Euro umfassendes DBU-Sonderprogramm, mit dem die Stiftung grüne Start-up-Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf Digitalisierung fördern und den jungen Mittelstand im Interesse des Umweltschutzes in seiner dynamischen Entwicklung unterstützen will. Zentrale Kennzeichen des Programms sind geringe Zugangshürden, eine intensive, sachkundige Beratung, eine hohe Flexibilität sowie eine kontinuierliche, persönliche Begleitung mit dauerhaft verfügbaren Ansprechpartnerinnen und -partnern.

Generell richtet sich die Förderung an Einzelpersonen oder Gründerteams, deren Unternehmen nicht älter als fünf Jahre sind und auf innovative Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit mit dem Schwerpunkt Digitalisierung verbinden. Besonders im Blick hat die DBU Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Aber auch berufserfahrene Beschäftigte mit einschlägigen mehrjährigen Fach-, Branchen- und Marktkenntnissen sollen sich angesprochen fühlen. Die Förderung soll individuell nach den Bedürfnissen der Gründerinnen und Gründer zusammengesetzt, die Gesamtfördersumme für eine Laufzeit von zwei Jahren auf 125 000 Euro pro Start-up beschränkt werden. Förderanträge können ab sofort online gestellt werden unter http://www.dbu.de/startups. Die Gründerinnen und Gründer mit den besten Ideen dürfen diese vor einer Jury präsentieren.

Dass nachhaltige Start-ups kein „Nischendasein“ mehr führen, zeigt der aktuell veröffentlichte Green Start-up-Monitor, eine DBU-geförderte Studie des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit, Berlin, in Kooperation mit dem Bundesverband Deutsche Startups (BVDS), Berlin. Im Jahr 2018 wirtschafteten demnach 26 Prozent der jungen innovativen Wachstumsunternehmen in Deutschland mit Produkten und Dienstleistungen, die zu einer „Green Economy“ beitragen – einer international wettbewerbsfähigen, ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaft, zusammengefasst unter dem Begriff „grüne Start-ups“.

„Ökologische Herausforderungen wie der Klimaschutz bieten wettbewerbsfähige Marktchancen für Unternehmen – grüne Start-ups haben das verstanden“, so Bonde. Der DBU-Generalsekretär verwies auf der Hannover Messe auch auf die klassische DBU-Förderung: „Eine innovative, umweltentlastende Idee hat bei der DBU immer eine Chance!“

Weitere Informationen und die Antragstellung sind hier möglich.