Dem Warenursprung auf der Spur

Praktische Tipps beim Seminar von Südwesttextil

Zollpräferenzen für Ursprungswaren können für Unternehmen wichtige Vorteile bieten. Weil sie den Marktzugang erleichtern und Zollkosten erheblich senken können, sind sie häufig ein wichtiges Verkaufsargument. Immerhin beträgt der EU-Drittlandszollsatz für textile Fertigwaren in der Regel zwölf Prozent. Entsprechend groß ist der Anreiz, die Zölle durch Einhaltung der präferenziellen Ursprungsregeln einsparen zu können, beispielsweise im Rahmen der Lohnkonfektion im Mittelmeerraum.

Die richtige Anwendung der Ursprungsregeln und Kumulierungsvorschriften und das korrekte Ausstellen von Lieferantenerklärungen standen im Mittelpunkt des gut besuchten Seminars "Warenursprung und Präferenzen", zu dem Südwesttextil gemeinsam mit Gesamtmasche am 14. Juli ins Konferenzzentrum im Stuttgarter Flughafen eingeladen hatte.

Um Zollvorteile richtig ausschöpfen zu können und die erforderlichen Präferenznachweise korrekt auszustellen, müssen die zuständigen Mitarbeiter im Unternehmen über umfangreiches Fachwissen verfügen. Ansonsten droht nicht nur der Verlust von finanziellen Vorteilen: Fehlerhafte Präferenznachweise können unangenehme zivil- und strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.

Gerade im Textil- und Bekleidungsbereich sind die Ursprungsregeln sehr komplex, und die Freihandelsbeziehungen der EU, in deren Rahmen die Regeln zur Anwendung kommen, werden vielfältiger. Wer den Überblick behalten möchte, muss ein kompliziertes System verstehen und sich ständig auf dem Laufenden halten.

Entsprechend rege waren die Beteiligung sowie die Diskussion praktischer Fälle, die von den Teilnehmern aus unterschiedlichen Bereichen der textilen Kette vorgebracht wurden.

Neben den Regelungen zum Präferenzursprung wurden auch der nicht-präferenzielle Ursprung und die "Made in"-Kennzeichnung erläutert und in ihrer Bedeutung vom Präferenzursprung abgegrenzt.