Erfolgreicher Abschluss des Textil Accelerators

Im Rahmen des Pilotprojekts „Stoff im Kopf“ präsentierten am digitalen DemoDay 13 junge Startups ihre Konzepte.

Textil Accelerator Stoff im Kopf
Foto: © Hochschule Reutlingen

„Stoff im Kopf?“ ist ein Projekt an der Hochschule Reutlingen, das speziell für textile Gründerinnen und Gründer entwickelt worden ist. Bewerben konnten sich Einzelpersonen und Teams mit einer textilen Geschäftsidee aus den Bereichen Fair/ Fashion/ Smart Textiles. Das Projekt richtet sich an Absolventinnen und Absolventen, Berufstätige und junge Gründerteams aus der Textilwirtschaft, wobei sie in einem fünfmonatigen Qualifizierungsprogramm ihre Geschäftsidee, mit Hilfe von Coaches und Mentoren, zur Marktreife stricken konnten. Gefördert wird das Programm im Rahmen der Landesinitiative „startup bw“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

Vergangenen Freitag war es endlich soweit. Nach fünf Monaten intensiver Arbeit präsentierten 13 Teams ihre textilen Unternehmensideen beim online DemoDay. Die Start-ups präsentierten in dreiminütigen Pitches ihre Geschäftsidee und stellten sich im Nachgang den Fragen des Publikums.
Vorgestellt wurde eine bunte Mischung aus originellen Ideen, wobei das Thema Nachhaltigkeit eine führende Rolle einnahm. Bucherbags traf mit seinen veganen Handtaschen für den Luxussektor den Nerv der Zeit. NRNY sehen ihr Unternehmen als die textile Version von Airbnb – der rollierende Kleiderschrank für Modeinteressierte. CNOW ist die digitale Plattform für Lieferanten und Verbraucher, um den Ressourcenverbrauch zu minimieren. Textile Ideen finden auch im Gesundheitssektor großen Anklang, so fungiert Equil als Gesundheitscoach für einen entspannten Nacken und beugt Verspannungen vor.
Auch der Businesswelt wurden im textilen Bereich neue Möglichkeiten aufgezeigt, wie die fahrradtaugliche Businessmode von Commutee – eine Idee entsprungen aus der eigenen Not der Gründerin. Yarn Sustain überzeugte mit seiner nachhaltigen Verarbeitung von Hundehaaren zu Industriegarn, More than möchte alte, fast vergessene textile Techniken wieder salonfähig machen und GRDXKN entwickelte eine neue Textildrucktechnik, wobei sie sich aktuell der hochwertigen Mundschutzmaskenfertigung widmeten.

Aus dem lokalen Bereich präsentierte FashionMiE aus Reutlingen seinen Conceptstore – nachhaltige Mode Made in Europe, der Albkiddl wurde standesgemäß in schwäbischer Sprache vorgestellt und auch die Herren der Schöpfung werden in Zukunft mit PERMANT ein unvergessliches Einkaufserlebnis mit qualitativ hochwertigen Basics erfahren.

Eine weitere, außergewöhnliche Idee stellte MOL aus der Ukraine vor: Die Verwertung von Altkleidern aus Polyester durch lebende Wachsmaden zur umweltfreundlichen Entsorgung von Restabfällen. Und zu guter Letzt kam auch der Spaß nicht zu kurz – mit Shuut-der Partyhut ist man auf jedem Fest willkommen.

Der DemoDay gewährte damit spannende Einblicke in die verschiedensten Bereiche der Textilbranche. „Mit dem Textil Accelerator möchten wir zeigen, wie vielfältig und lebendig die Textilbranche ist. Dies ist uns mit dem Pilotdurchgang sehr gut gelungen. Das Netzwerk, das wir aufgebaut haben, werden wir nun Stück für Stück erweitern, um die Gründerinnen und Gründer noch besser unterstützen zu können“, fasste Thomas Rehmet, Leiter des Center for Entrepreneurship an der Hochschule Reutlingen, abschließend zusammen.

Der Textil Accelerator erhielt so großen Zuspruch, dass im September bereits der zweite Durchlauf stattfinden wird.