Der Hundertprozentige

Heinz Horn wird Präsident von textil+mode

Einen kleinen Schuss Eitelkeit wolle er nicht verhehlen, offenbarte Heinz Horn freimütig gleich zu Beginn seiner kurzen Bewerbungsrede für das Präsidentenamt beim Gesamtverband textil+mode. Entscheidend aber sei, dass "die Textil- und Modeindustrie eine tolle Branche ist", für die er sich gerne in die Pflicht nehmen lasse.
"Ich möchte etwas dazu beitragen, dass diese Branche im fairen Wettbewerb weiter global blühen kann und junge Leute sich von unserer Industrie angezogen fühlen", meinte der 65-Jährige Vollbluttextiler. Die Branche, die seine Heimat geworden sei, habe ihn gleichzeitig gefordert und ihm viel gegeben. Davon möchte er als Präsident ein Stück zurückgeben.

Auf der Mitgliederversammlung des Gesamtverbands am 26. November in Berlin kamen seine Worte offenbar gut an: Mit überwältigenden einhundert Prozent aller Stimmen von Fach- und Landesverbänden wurde er als Nachfolger des amtierenden Präsidenten Peter Schwartze gewählt.
Die Amtsübergabe erfolgt zur Jahresmitte 2010. Dann möchte sich Schwartze nach viereinhalb Jahren aus der Führungsposition des Spitzenverbandes zurückziehen.

Tags zuvor hatte das Präsidium des Gesamtverbands der deutschen Maschenindustrie (Gesamtmasche) ebenfalls in Berlin einmütig beschlossen, Heinz Horn auf der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2010 erneut zur Wahl des Präsidenten von Gesamtmasche vorzuschlagen. Für Gesamtmasche sei Horn ein großer Gewinn, weshalb man ihn unbedingt halten wolle. Da beide Präsidentenämter miteinander vereinbar seien, freut man sich in der Maschenindustrie über die Bereitschaft ihres amtierenden Präsidenten, künftig die Doppelfunktion auf sich zu nehmen.