Design bricht Grenzen auf, um Neues zu schaffen

Rund 30 Jungdesigner der Hochschule Reutlingen zeigten ihre Interpretation der Welt in Design, Mode, Formen, Farben und Kunst.

Die Abschlussausstellung der Studienschwerpunkte Modedesign, künstlerische Konzeption und Textildesign am 29. Juni 2016 zeigte einmal mehr die Vielfältigkeit und die Qualität der Designausbildung an der Hochschule Reutlingen. In einer inspirierenden Ausstellung, die in zwei Gebäuden auf dem Campus der Hochschule zu sehen war, zeigten Absolventen und Absolventinnen in eigens konzipierten Inszenierungen ihre Projekte aus den Bereichen Mode, Kunst, Einrichtung, Accessoires und Transportation. Das Besondere daran - die eingesetzten Drucktechniken sowie Materialien wie Gestricke und Gewebe entstanden allesamt in den Laboren der Hochschule. Der gedankliche Schwerpunkt der präsentierten Projekte stellte die Auseinandersetzung mit Mode, Material, Textur, Farbe, Form, Wahrnehmung, Emotion und Konzeption künstlerischer Projekte, im internationalen Kontext dar.

Fakultät Textil & Design
Design2
Foto: Fakultät Textil & Design

Prof. Harald Dallmann, Vizepräsident der Hochschule Reutlingen eröffnete offiziell die Vernissage. In seiner Ansprache stellte er die textile Historie des Standortes Reutlingen dar und verwies darauf, dass „wir uns im 161. Jahr der Textilgeschichte Reutlingen befinden“. Die ausgestellten Arbeiten zeigten einmal mehr die Stärke der Fakultät Textil & Design und „er ist sich daher sicher, dass wir das 175-jährige Jubiläum auch erreichen und entsprechend feiern würden“.
Prof. Michael Goretzky, Dekan der Fakultät Textil & Design hob hervor, dass „wir eine dynamische Fakultät sind, die neue Wege beschreitet und Textil vorantreiben möchte“. Die Fakultät habe rund um das Textil einiges zu bieten und „die Labore sind einzigartig, wenn man sich in der Welt so umschaut“, untermauerte Goretzky. Die Vielseitigkeit im Studium spiegelt sich zudem durch die neuen Vertiefungsrichtungen Strickdesign sowie Material- und Oberflächendesign in den Bachelorstudiengängen wieder.

„Ausgehend von individuellen Themen erzählt jede der hier gezeigten Modekollektionen eine ganz eigene Geschichte.“

Prof. Änna Piel, Studiendekanin Textildesign/Modedesign

Dieses neue Ausstellungskonzept ermögliche zudem „die entstandene persönliche Welt über die verschiedenen Präsentationsformen der Kollektion zu zeigen“, so Piel. Dies erfordere ein hohes Engagement der Absolventen, über welches sich Frau Piel neben der durchweg hohen Qualität der Arbeiten sehr freute.
Prof. Brigitte Steffen, Leiterin des Studienschwerpunktes Textildesign/Material & Surface Design, erklärte, dass im Bereich Textildesign „alle Designstudien immer vom Material her denken würden. Das Material ist Ausgangspunkt aller Überlegungen“. Die Vielseitigkeit des Masterstudiengangs Textildesign und der entstandenen Arbeiten resultiere daraus, dass „hier Designer aus verschiedenen Bereichen wie Modedesign, Textildesign und Interior Design zusammen kommen, um ihre Kenntnisse im Textildesign zu vertiefen“, so Steffen. Der hohe Innovationsgrad der Arbeiten zeige sich nicht zuletzt darin, dass „sogar Patente daraus entstehen, was ein aktuelles Beispiel von VW zeigt“, führte Steffen aus.
„Design bricht Grenzen auf, um Neues zu schaffen“, erklärte Prof. Henning Eichinger, Leiter des Studienschwerpunktes Künstlerische Konzeption. „In den hier gezeigten Abschlussarbeiten ist die internationale Ausrichtung auf Fragestellungen und Entwicklungen unserer Zeit und Gesellschaft sehr gut abzulesen“, so Eichinger. Die Ausdrucksmittel richteten sich nach den Projekten und umfassten neben Malerei und Zeichnung das Arbeiten mit Medien wie Computer, Film, Fotografie und Installation.

Die Vernissage gab den zahlreichen Besuchern faszinierende Eindrücke und nahm sie mit auf eine Reise in die Design- und Materialwelten. Die Vielseitigkeit der Projektnamen wie beispielsweise „Kräuterlamm“, „Mother Nature“, „paradise lost“, “PROJECT ID“, „MADE YOUR LOOK“ sowie „Decades on Colour“ spiegelte sich auch in der Ausgestaltung der Arbeiten wieder.