Die Zukunft kommt

Förderung der Studie "Strick 4.0 in Baden-Württemberg" steht

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Neben Südwesttextil hat nun auch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft seine Förderungszusage für die Studie „Strick 4.0 in Baden-Württemberg“ gegeben. Das Ministerium unterstützt sie mit rund 22 000 Euro, Südwesttextil trägt 30 000 Euro zur Umsetzung bei. Das Forschungsprojekt ist an den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) angesiedelt.

„Die zunehmend starke Konkurrenz aus dem asiatischen Raum, die hohen Standortkosten in Deutschland und die Globalisierung der Absatzmärkte erfordern von den Akteuren des Kompetenzclusters Strickerei die Entwicklung neuer Erfolgskonzepte, insbesondere im Bereich von Industrie 4.0

Minister Nils Schmid

Der Verband und das Textilforschungsinstitut in Denkendorf möchten mit der Studie die Chancen der digitalen Revolution für die Textilindustrie ausloten und aufzeigen. Hiervon erhoffe man sich einen Entwicklungsschub für die gesamte textile Wertschöpfungskette.
„Die zunehmend starke Konkurrenz aus dem asiatischen Raum, die hohen Standortkosten in Deutschland und die Globalisierung der Absatzmärkte erfordern von den Akteuren des Kompetenzclusters Strickerei die Entwicklung neuer Erfolgskonzepte, insbesondere im Bereich von Industrie 4.0“, sagte Minister Nils Schmid bei der Zusage der Unterstützung. Die Studie soll Aufschluss über das Potenzial von Industrie 4.0. für das Cluster Strickerei geben. In engem Austausch mit der Strickereiindustrie, Forschung und Verbänden wollen die Projektpartner den Innovationsbedarf der Branche wissenschaftlich analysieren und Handlungsfelder identifizieren. Ein wichtiger Schwerpunkt der Studie sind Implikationen für Geschäftsmodelle der Strickereiindustrie sowie die Identifikation von Best Practices, die sich durch die zunehmende Digitalisierung ergeben.

Baden-Württemberg verfügt über ein einmaliges Kompetenzcluster Strickerei. Nicht nur Weltmarktführer im Bereich Strickmaschinen, sondern auch innovative, erfolgreiche Zulieferer und Anwender der Technologie im Bereich der modischen sowie der technischen Textilien sind vor Ort in einer weltweit einmaligen Konstellation vereint. Industrie 4.0 – Ziele wie beispielsweise Losgröße 1 und kundenindividuelle Produktion sind dieser Industrie vertrauter als vielen anderen Branchen, deren Überlegungen zu diesem Thema erst in den Anfängen stecken. Schon auf der Pressekonferenz im Juli erklärte Südwesttextilpräsident Bodo H. Bölzle, dass Textilien wegen ihrer individualisierten Produktion großes Potenzial für das Thema Industrie 4.0 bieten würden.

Strickmaschinen des Wäscheherstellers Speidel in Bodelshausen
Foto: Strickmaschinen des Wäscheherstellers Speidel in Bodelshausen
© Südwesttextil

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Textilindustrie weiter zu festigen, ist eine gemeinsame Perspektive basierend auf Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 unerlässlich. Um das volle Potenzial der dargestellten einmaligen Konstellation von interagierenden Firmen auszuloten und darzustellen, die Akteure noch weiter zusammenzuführen und die Rahmenbedingungen für deren zukünftige erfolgreiche Weiterentwicklung im Umfeld Industrie 4.0 zu gestalten, ist die Studie zur Zukunft des Clusters Strickerei der erste Schritt. Begonnen wird mit der Analyse der Ausgangssituation, der Gestaltungsmöglichkeiten und Entwicklungsbedarfe.

Die DITF als zentrale Forschungsstelle für die Textilindustrie ist durch die Nähe zur Branche, verbunden mit zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsvorhaben mit den Schwerpunkten Technologie und Prozessintegration, für dieses Projekt hervorragend geeignet. Darüber hinaus wird der Clustergedanke bei den Unternehmen in Baden-Württemberg gefestigt und dynamisch weiterentwickelt.

Kontakt
DITF Denkendorf
Alexander Artschwager
Telefon: +49 711 9340-406
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