Energieeffizienz in der Textilindustrie

Seminar präsentierte innovative Lösungen zum optimierten Energieeinsatz

Die Optimierung und Einsparung von Energie ist für Unternehmen ein entscheidender Kostenfaktor. Dies zeigte das Seminar "Energieeffizienz in der Textilindustrie", veranstaltet vom Institut für Textil- und Verfahrenstechnik im Rahmen des EU-Projekt OPTIMES in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Europa-Zentrum, Gesamtmasche und Südwesttextil Ende November in Denkendorf.

Praxisbeispiele aus der Textilindustrie und innovative Lösungen aus dem Textilmaschinenbau zeigten, wo und wie der Energieeinsatz optimiert und damit einhergehend die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden kann. Beat Stoll von der Luwa AG stellte verschiedene Systeme zur Wärmerückgewinnung vor, die sich beispielsweise bereits nach einem Jahr amortisieren. Auch mit Systemen zur Abluftreinigung ließen sich gute Ergebnisse erzielen, so der Experte.

Eine weitere Variante zum effizienteren Einsatz von Energie präsentierte Dr. Ralf Pleva von der Pleva GmbH den Teilnehmern. Der Einsatz von Sensoren und Messsystemen ermögliche bei höchster Qualität, die Energiekosten so gering wie möglich zu halten. Das präzise Überwachen und Regeln von Trocknungs- und Fixierprozessen sei eine Möglichkeit. Die im Trockner eingebauten Warentemperatursensoren würden dabei den Aufheizprozess der Ware berührungslos überwachen. Sie seien erforderlich für die Verweilzeitregelung bei Fixierprozessen. Mit Luftfeuchtesensoren würde die Abluftmenge geregelt, mit einem Restfeuchtesensor die Trocknung kontrolliert und die Maschinengeschwindigkeit gesteuert. Alle Systeme würden dazu beitragen, die Energiekosten maßgeblich zu senken.

Der Schaumauftrag in der Textilveredlung führt ebenfalls zu Energieeinsparung sowie zur Einsparung von Chemikalien. Dies zeigte Albrecht Gebhard von der spgprints Stock Prints BV in seinem Vortrag.

Das Wissen um etwaige Fördermöglichkeiten war ein weiterer Baustein des Seminars. Dr. Christian Kühne vom baden-württembergischen Umweltministerium erläuterte das Förderprogramm ReTech BW, das zur Finanzierung energieeffizienzsteigernder Maßnahmen zum Einsatz kommen könnte.

Gefördert würden investive Maßnahmen im Unternehmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz. Das Programm läuft bis zum 31. März 2014. Unternehmen erhalten einen Zuschuss von 50 Prozent bis maximal 50 000 Euro. Es erfolgt keine KMU-Prüfung.

Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Landesagentur Umwelttechnik BW http://www.umwelttechnik-bw.de/retech-bw.html.