Erfolgreicher Abschluss der Reutlinger Designwochen

Die Bilanz kann sich sehen lassen: 26 Design-Absolventen haben in Modenschauen und Ausstellungen rund 1500 Besucher begeistert

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Drei Wochen, sechs Modenschauen, zwei Ausstellungen, 26 Design-Absolventen und insgesamt rund 1500 Besucher: Die "Reutlinger Designwochen" an der Hochschule sind gerade zu Ende gegangen und die Bilanz kann sich sehen lassen. So haben die Design-Absolventen mit viel Liebe zum Detail und akribischer Genauigkeit ihre Abschlusspräsentationen vorbereitet. Diesmal fanden die Modenschauen nicht nur auf dem Campus in Reutlingen, sondern auch an imposanten Orten wie dem Meilenwerk in Böblingen und der Carl-Schirm-Halle in Kirchentellinsfurt statt.

20 Jung-Designer haben bei den sechs Modenschauen insgesamt 300 Outfits gezeigt. Jedes Teil der Kreationen ist selbst entworfen und gefertigt. Zudem werden die Veranstaltungen von den jungen Leuten komplett alleine organisiert: Sie müssen die Orte und Veranstalter wählen, für Licht und Sound sorgen, dem Publikum ein Ambiente schaffen, das für jede einzelne Show auch unvergesslich bleiben soll. An Accessoires, den richtigen Frisör und das Make-up muss gedacht werden und nicht zuletzt an die Models, die das Ganze präsentieren sollen. Für die Shows schlüpfen sogar Kommilitoninnen in diese Rolle.

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Inspiriert durch aktuelles Zeitgeschehen oder Historie, Evolution, Natur und Auflehnung, Moral, Werte und Gesellschaft, sind für die Shows so ungewöhnliche Titel entstanden wie Traumastral, Milchmädchen oder Femme Fatale, Lebenswandel, Oxymoron oder Ich ohne Es. Sie lassen vermuten, dass die jungen Designerinnen lange und intensiv an ihrer persönlichen Ausdruckskraft gearbeitet haben. Die unterschiedlichen Themen und Ausrichtungen der Kollektionen haben jede einzelne Präsentation zu einem ungewöhnlichen Modespektakel für das Publikum gemacht.

"Mode will immer auf Vorgänge und Themen reagieren, die gerade passieren", sagt der betreuende Professor Ehrenfried Hasenfuss. "Sie fällt aber immer anders aus als gedacht. Das Handwerk geht eigentlich von Fakten aus, wie beispielsweise Stoff, Garn, Naht - und nicht so sehr von der Weltanschauung. Das Design soll beides verknüpfen, die Ideen spielerisch aufgreifen und sie sichtbar machen. Kleider sind Kleider und sollen getragen werden, hier Grenzen zu überschreiten, gehört dazu", so der Design-Professor.

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Etwas ruhiger, aber schöpferisch nicht weniger einfallsreich, ist es bei den Ausstellungen der Textil-Designer zugegangen. Sechs Studentinnen haben Arbeiten aus den Bereichen Heimtextilien, Stoffentwurf, Raum- und Wohngestaltung auf dem Wendler Areal und in der Galerie Festl & Maas gezeigt. In ihren Präsentationen haben die Studentinnen visuelle Effekte, experimentelle Stoffstrukturen und die Verbindung von Licht, Muster und Materie umgesetzt.

"Ich stelle immer wieder fest, dass die Studierenden bei uns in sehr kurzer Zeit eine unglaubliche Entwicklung durchmachen. Immer wieder beeindruckt mich die Innovationskraft dieser jungen Menschen. Und besonders freue ich mich, dass uns die Besten für unsere Masterstudiengänge erhalten bleiben und ihre Entwicklung mit uns weiter fortsetzen", so die betreuende Professorin und Studiendekanin Design, Brigitte Scheufele.