Faserverbundtechnologie

Chancen und Märkte für KMU

Der Wachstumsmarkt Faserverbundtechnologie kann gerade für kleine und mittlere Unternehmen gute Chancen bieten. Welche Anforderungen dabei z. B. an Forschung und Qualifizierung gestellt werden, war zentrales Thema der gemeinsamen Tagung der Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg (AFBW), dem Verein Carbon Composites, dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg sowie der e-mobil BW Mitte Oktober in Stuttgart.

"Aufgrund ihrer herausragenden Eigenschaften sind faserbasierte Werkstoffinnovationen sehr vielversprechend, vor allem die Herstellung und Verarbeitung von Hochleistungsfasern auf Basis von Carbon, nachwachsenden Rohstoffen sowie Keramik", sagte Daniel Rousta, Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft. Der Leichtbau-Standort Baden-Württemberg ist nach seiner Überzeugung gekennzeichnet durch eine sehr gute Infrastruktur in Forschung und Lehre und durch eine Vielzahl industrieller Anwender.

Nach Ansicht von Prof. Heinrich Planck, stellvertretender Vorsitzender der AFBW und Leiter des ITV Denkendorf, sind die Leichtbauwerkstoffe und -technologien bereits ein wesentlicher Treiber für Innovationen in zahlreichen Branchen, neben Fahrzeug- und Maschinenbau auch in der Textilindustrie. Baden-Württemberg profitiere dabei besonders von einem guten Miteinander von Industrie und Wissenschaft. Damit Leichtbau einen echten Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten kann, muss noch mehr für energieeffiziente Fertigungsverfahren und eine bessere Recyclingfähigkeit der eingesetzten Leichtbau-Materialen getan werden, forderte Franz Loogen, Geschäftsführer der e-mobil BW. Hier können sich die forschungsstarken Unternehmen Baden-Württembergs profilieren.