Fiber-Push startet durch

Förderantrag der AFBW wurde bewilligt

Die Allianz Faserbasierter Werkstoffe Baden-Württemberg (AFBW) erweitert ihr Leistungsportfolio. Neu hinzu kommt das materialorientierte Standbein Fiber-Push. Unterstützt wird das neue Angebot durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg. Das Ministerium fördert die AFBW im Rahmen der „Entwicklung und Erprobung neuer, innovativer Projekte und Dienstleistungen von und für Cluster" − kurz Clip genannt.

Mit der Förderung sollen neue innovative Projekte und Dienstleistungen entwickelt und erprobt werden, die über die üblichen Aktivitäten der Netzwerke hinausgehen. Der Aufruf kam zur richtigen Zeit, denn die Idee zur Ausweitung des Leistungsspektrums reifte schon lange in den „AFBW-Köpfen“.

Im Zentrum von Fiber-Push steht die maßgeschneiderte Generierung und Implementierung von Wissen über innovative und nachhaltige Fasermaterialien zur Entwicklung von zukunftsweisenden Produkten bis zur internationalen Marktreife. Ziel des Projektes ist es, mit einem nachhaltigen Ansatz das Vernetzungspotenzial auszubauen, den Technologietransfer zu fördern und die Innovationsgeschwindigkeit von KMUs zu steigern.

Das Wissensquadrat, welches Fiber-Push zugrunde gelegt wurde, verdeutlicht das Ineinandergreifen der Projektbausteine: Wissenssammlung (Sichtbarkeit von Potenzialen und Kompetenzen), Wissensdarstellung (Mitglieder-Kompetenzen und Fasereigenschaften sowie Neuentwicklungen mit einem mobilen Showroom lebendig gestalten), Wissenstransfer (Ideen, Innovation und Kooperation über die Landesgrenzen hinweg durch Cross-Clustering stärken) und Wissensvermittlung (Interessenten und Experten in der Akademie und Think Tanks vereinen). Ziel ist der Einsatz von innovativen Fasermaterialien, um eine zukunftsweisende Wertschöpfung für Mitglieder zu schaffen.

Das Land Baden-Württemberg fördert mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) innovations-orientierte regionale Cluster-Initiativen sowie landesweite und regionsübergreifende Netzwerke. Der erste Clip-Förderaufruf wurde Ende Januar veröffentlicht und Anfang Februar im Haus der Wirtschaft detailliert vorgestellt. Jetzt musste der Antrag noch auf Papier gebracht werden – Ende März war Abgabefrist. Die eingelegten Nachtschichten und Wochenendarbeiten haben sich gelohnt: Auf der Mitgliederversammlung der AFBW im Juni verkündete Ministerialrat Dr. Joachim Wekerle vom Ministerium Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg die positive Beurteilung des Förderantrags durch das Land. Die erste Hürde war genommen.

Die offizielle Bewilligung erfolgte nun am 23. September. Im Rahmen seines Besuches auf der Messe Composites Europe in Stuttgart, überreichte Ministerialdirektor Guido Rebstock die Urkunde für den erfolgreichen Clip-Antrag an den AFBW-Vorstandsvorsitzenden, Christoph Larsén-Mattes. Die letzte Hürde ist damit genommen und die AFBW plant Anfang 2016 mit dem Projektstart. Rebstock lobte das nachhaltige Vorhaben und beschrieb die AFBW als unternehmensorientiert und hoch innovativ. Er berichtete, dass 17 Anträge eingereicht wurden, aber nur 9 gefördert werden.

Die AFBW ist ein branchenübergreifendes Technologienetzwerk, das die gesamte Wertschöpfungskette der faserbasierten Werkstoffe – von Anbietern über Nachfrager und Forschungseinrichtungen – zusammenbringt. Sitz ist seit Mitte letzten Jahres das Verbandsgebäude von Südwesttextil und Gesamtmasche in der Kernerstraße in Stuttgart.