Gatex auf Reformkurs

Mitglieder beschließen Umlageerhöhung

Mit zahlreichen Neuerungen setzt die Gatex ihren im letzten Jahr begonnenen Reformkurs fort. Georg Saint-Denis, Vorsitzender des überbetrieblichen Ausbildungszentrums der Textil- und Bekleidungsindustrie in Bad Säckingen, konnte auf der Mitgliederversammlung am 15. Juli gemeinsam mit dem Geschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop und dem Ausbildungsleiter Ingo Kiefer, eine positive Zwischenbilanz ziehen. So wurden die Richt- und Lernziele für die Unterrichtseinheiten in enger Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben überarbeitet und modernen Ausbildungsanforderungen angepasst. Damit sollen ein breiteres Ausbildungsniveau sichergestellt und Überschneidungen mit dem theoretischen Berufsschulunterricht vermieden werden.
So gut wie abgeschlossen ist auch die Einführung eines Qualitätsmanagements für die Gatex, das alle wesentlichen Prozesse erfasst und auf eine neue Basis stellt.

Noch in der Genehmigungsphase befinden sich die Modernisierungspläne für die Gebäude und Teile der Schulungs- und Aufenthaltsräume. Aufgrund der beabsichtigten Kofinanzierung durch die Öffentliche Hand und die dadurch erforderlichen Gutachten ist mit einem Bewilligungsbescheid frühestens im Herbst zu rechnen. Von da an sollen die Modernisierungsarbeiten zügig in Angriff genommen werden.

Georg Saint-Denis überzeugte die Mitglieder der Gatex mit einem engagierten und fundierten Plädoyer davon, diesen Reformkurs durch eine angemessene Erhöhung der Ausbildungsumlage zu unterstützen. „Ein exzellentes Qualifikationsniveau in den Betrieben ist ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb mit Niedriglohnländern“, sagte der Vorsitzende. Die Gatex habe sich zum Ziel gesetzt, das Fundament für dieses Qualifikationsniveau zu legen. Einstimmig wurde daraufhin die seit 1995 unverändert gebliebene Umlageerhöhung beschlossen. Sie wird ab dem Ausbildungsjahr 2008/09 von 281 auf 360 Euro im Monat pro Auszubildenden betragen. Außerdem soll ab dem 1. Januar 2010 ein jährlicher Inflationsausgleich von zwei Prozent auf die Umlage dazu beitragen, der Ausbildungseinrichtung das Polster für laufend notwendige Investitionen zu verschaffen.