Gatex spielt Schlüsselrolle für die Vitalität der Unternehmen

Textiler weihen ihr modernisiertes Ausbildungszentrum ein

Endlich ist es soweit: nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten hat die Gatex am 1. Dezember offiziell ihre Einweihung gefeiert. Von der Konzeptvorlage einer "gläsernen Maufaktur" der Innenarchitektin Andrea Paul-Faber aus Häg-Ehrsberg bis zur Fertigstellung dauerte es auf den Tag genau zwei Jahre. Jetzt verfügt die Gemeinschaftsausbildungsstätte der baden-württembergischen Textilindustrie über eine helle, lichte und moderne Bildungseinrichtung.

Eineinhalb Jahre benötigte allein das umfassende Antrags- und Genehmigungsverfahren, an dessen Ende sich Bund und Land zu einer großzügigen finanziellen Unterstützung des rund 752 000 Euro teuren Modernisierungsprojekts bereit erklärt hatten. Während das baden-württembergische Wirtschaftsministerium einen Zuschuss von rund 230 000 Euro beisteuert, fördert das Bundesinstitut für Berufsbildung das Projekt mit rund 340 000 Euro. Der Trägerverein – bestehend aus zahlreichen Unternehmen der baden-württembergischen Textilindustrie – übernimmt selbst ein Viertel der Gesamtkosten.
"Nach sechs Monaten intensiver Modernisierungsarbeiten können wir nun unseren knapp 90 Auszubildenden ein modernes und zeitgemäßes Lernumfeld bieten", meinte Dr. Markus H. Ostrop, der Geschäftsführer der Gatex. Durch das neue attraktive Erscheinungsbild erhofft sich die Bildungseinrichtung, noch mehr junge Nachwuchskräfte von den Angeboten der Aus- und Weiterbildungsstätte überzeugen zu können.

Im Zuge der Modernisierung hat die Gatex ihre Seminarräume grundlegend umstrukturiert und mit zukunftsgerichteter Unterrichtstechnik ausgestattet. Ein einladendes Foyer ist jetzt Treffpunkt für Auszubildende und Ausbilder, Kursteilnehmer und Referenten. Es bietet zudem Raum für Präsentationen, Ausstellungen und Vorträge, die den Seminaralltag beleben sollen. Für die Pausen steht ein großzügiges Casino mit voll ausgestatteter Selbstversorgerküche zur Verfügung.
Darüber hinaus hat die Bildungseinrichtung auch in ihr umfangreiches Technikum investiert. Mit weiterer Unterstützung von Bund und Land konnten für 155 000 Euro neue Textilmaschinen, Laborgeräte und ein neuer Computerraum mit acht Lernplätzen angeschafft werden.

In seiner Begrüßungsansprache wies Georg Saint-Denis, der Vorsitzende der Gatex, auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Wissensvermittlung hin. Aus- und Weiterbildung fielen in die Kategorie der "langfristigen Investitionen" eines Unter-nehmens. "Wir als Unternehmer müssen kontinuierlich in das Humankapital investieren, um die Rendite für die Zukunftsfähigkeit unserer Industrie einfahren zu können." Hauptziel sei es daher, Mitarbeiter in der Ausschöpfung ihres Potenzials zu unterstützen und ihnen Impulse für eine kreative Zukunftsgestaltung zu vermitteln, meinte Saint-Denis. Hierbei komme der Gatex eine Schlüsselrolle für die Vitalität der Unternehmen zu.

"Mit der neuen Gatex haben Sie Mut und Weitsicht bewiesen", bestätigte auch Ministerialrat Joachim Wekerle, als Vertreter des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums. "Dies ist ein klares Signal an den Standort Bad Säckingen, an das Land Baden-Württemberg und an die Auszubilden".
Wie Lernen von einem kognitiven Standpunkt aus funktioniert, erklärte der Festredner und Hirnforscher Professor Dr. Manfred Spitzer. Die Verknüpfung von Motorik und abstraktem Denken, eine Wisssensvermittlung, wie sie auch von der Gatex gezielt gefördert wird, nannte der Experte ein "Lernen mit Herz, Hirn und Händen" – wissenschaftlich betrachtet also ein Erfolgsmodell.