Geld, Knigge und Karriere

2. Internationaler Jungtextiler Kongress auf dem Bodensee

Unter dem Motto "Aufbruch zu neuen Ufern" trafen sich am 24. April 215 Nachwuchskräfte aus der deutschen, schweizerischen und österreichischen Textilindustrie auf dem Bodensee. Während einer Schiffsreise mit der MS Graf Zeppelin diskutierten sie in Workshops unter anderem über Geld, Knigge und Karriere. "In einer global aufgestellten Industrie darf auch der Nachwuchs nicht an Grenzbäumen halt machen," brachte Christine Schneider die Idee des Dreiländertreffens auf den Punkt. Die Bildungsexpertin vom Verband Südwesttextil in Stuttgart gehört neben der Wirtschaftskammer Vorarlberg und dem Textilverband Schweiz zu den Initiatoren des zweiten Treffens von jungen Textilern aus den drei Nachbarländern.
Während sich das Schiff von Friedrichshafen nach Bregenz über Romanshorn zur Insel Mainau aufmachte, ließen sich die jungen Berufsanfänger über den richtigen Umgang mit dem ersten regelmäßigen Einkommen unterrichten. Zum Rüstzeug einer erfolgreichen Berufslaufbahn gehört ferner ein gutes Benehmen, Inhalt des zweiten Themas "Knigge für Auszubildende". "Diese Fragen stellen sich allen Berufsstartern", begründete Christine Schneider die Themenauswahl. Schließlich diskutierten die Jugendlichen gemeinsam mit Ausbildern aus der Textilindustrie ihre beruflichen Perspektiven. "Unsere Unternehmen würden gerne noch mehr motivierte junge Leute ausbilden als sie es bisher schon tun," ist Andreas Staudacher, Geschäftsführer der Fachgruppe Textilindustrie der Wirtschaftskammer Vorarlberg, überzeugt. Der Bedarf an jungen Fachkräften sei höher als die Zahl der Auszubildenden und biete deshalb Chancen für eine erfolgreiche Karriere der Berufseinsteiger.
Die Textil- und Bekleidungsindustrie in Baden-Württemberg, in Vorarlberg und der Schweiz zählt insgesamt 520 Betriebe mit 50.000 Beschäftigten. Davon sind 662 gewerbliche Auszubildende.

Die Referate und Workshop-Unterlagen sowie Fotos des Kongresses können bei uns anfordern.