Unrealistische Forderung der IG Metall

Arbeitgeberverbund textil+mode weist Tarifforderung der IG Metall von 4,5 Prozent zurück

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Foto: textil+mode

Der Arbeitgeberverbund textil+mode weist die Forderung der IG Metall nach Tarifsteigerungen von 4,5 Prozent sowie einer Ausweitung der Leistungen zur Altersteilzeit als unrealistisch zurück. „Eine solche Lohnentwicklung sowie zusätzliche Kosten für Altersteilzeit würden viele Unternehmen der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie massiv überfordern“, erklärt Wolfgang Brinkmann, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite.

Die letzte Lohnerhöhung liegt erst ein paar Monate zurück: Im Sommer 2016 stiegen die Tariflöhne um 2,4 Prozent. Angesichts einer historisch niedrigen Inflation und der schwierigen Situation an ausländischen Märkten erwarten die Arbeitgeber einen Tarifabschluss mit Augenmaß.

Anfang 2017 läuft die Friedenspflicht für die Entgelttarifverträge der Branche im Tarifgebiet West mit insgesamt etwa 100 000 Beschäftigten aus. Die Verhandlungen für neue Tarifverträge werden am 6. Dezember in Ingolstadt beginnen.

„Leider hat die IG Metall wieder einmal Forderungen ohne Bezug zu unserem aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erhoben“, erklärt Wolfgang Brinkmann. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Gewerkschaft eine angemessene Tarifentwicklung zu verhandeln, die der höchst unterschiedlichen Ausgangslage von mehr als 1 200 Unternehmen gerecht wird und den Standort Deutschland sichert. Überzogene Gewerkschaftsforderungen helfen Arbeitgebern und Arbeitnehmern nicht.“

Für tarifgebundene Mitgliedsunternehmen steht ein Infoblatt zum Aushang im Betrieb sowie ein Unternehmensbrief zum Download bereit. Die PDF-Datei kann im Mitgliederbereich unter „Downloads“ / „Neueste Downloads“ abgerufen werden [hier klicken].