Geschäftsklima geschwächt

Südwesttextilindex fällt auf Niveau von Januar 2006

Noch vor einem Jahr zeichnete die Textil- und Bekleidungsindustrie ein verhalten optimistisches Bild ihrer Geschäftslage. Diese positive Stimmung hat sich bis zum Jahreswechsel gehalten und dreht sich jetzt, nach Fortsetzung des schwachen Ergebnisses aus dem 1. Quartal, ins Negative. Der Südwesttextil-Geschäftsklimaindex, der seit fünf Jahren vierteljährlich erhoben wird, ist mit minus 5,31 Punkten erstmals wieder so schlecht wie zuletzt im Januar 2006. Die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist zwar noch als insgesamt zufriedenstellend zu bewerten, doch weist der Rückgang dieses Einzelwerts im Vergleich zum Jahresbeginn darauf hin, dass vor allem die Kapazitätsauslastung der Betriebe signifikant nachgelassen hat. Gaben im April noch etwas mehr als 46 Prozent der Befragten, eine gute Kapazitätsauslastung an, so sind es bei der jetzigen Erhebung nur noch 41 Prozent.

Zunehmend kritischer wird jedoch die zukünftige Geschäftsentwicklung bewertet. Als Achillesferse gelten der Inlandsumsatz sowie die Ertragsentwicklung. Beim Inlandsumsatz haben inzwischen knapp 24 Prozent der befragten Unternehmen fallende Erwartungen. Bei den Erträgen waren im letzten Quartal noch 13 Prozent der Ansicht, dass sie steigen würden. Jetzt sind es gerade noch zwei Prozent. Dagegen hat sich die Zahl derjenigen, die von fallenden Erträgen ausgehen, um fast 16 Prozent erhöht.

Offensichtlich werden nun auch die Textil- und Bekleidungsunternehmen im Südwesten zunehmend von den stark gestiegenen Energiepreisen und der nachlassenden Weltkonjunktur belastet. Das wirkt sich spürbar auf die Erwartungen der Unternehmen aus. Diese sind stark gedämpft und deuten immer mehr auf eine sich im weiteren Jahresverlauf abschwächende Konjunktur hin.