Gezielte Nachwuchswerbung mit Web 2.0

Go textile – Nachwuchskampagne der Textil- und Bekleidungsindustrie kurz vor dem Start

Viele Unternehmen können ein Lied davon singen: Sinkende Geburtenzahlen und zunehmend schwach qualifizierte Schulabgänger – die passenden Auszubildenden zu finden wird immer schwieriger.
Diese Entwicklung betrifft viele Branchen und zwar bundesweit. Die Landesverbände der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie wollen hier Abhilfe schaffen. Mit einer breit angelegten bundesweiten Nachwuchskampagne werden sie ihre Kräfte bündeln, um gleichzeitig die Jugendlichen und die Unternehmen bei ihrer Suche zielgerichtet zu unterstützen.
Unter dem Motto "Die Zukunft ist Textil" will die Kampagne allen Interessierten ein Fenster in die textile Welt öffnen. Denn Textil ist heute weit mehr als nur Bekleidung – Textil findet sich in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens wieder. Große Branchen wie Transport und Verkehr, Medizin, Umwelt, Energie und Konsumgüter sind in hohem Maße von der Textilindustrie abhängig.

Ausgangspunkt hierfür wird eine moderne Web-2.0-Plattform sein, denn im Internet verbringt die Zielgruppe – die 13- bis 19-Jährigen – einen großen Teil ihrer Freizeit. Dienste wie Twitter, Flickr, Youtube werden in die Seite eingebunden, um die Kampagne so bei den wichtigsten Webmedien zu präsentieren. Vorgestellt und erklärt werden die einzelnen textilen Ausbildungsberufe mit kurzen ansprechenden Filmen und vertonten Bildern. Und mit Hilfe von Google-Maps können sich die Jugendlichen gleich informieren, wo die ausbildenden Unternehmen zu finden sind.

Darüber hinaus erhalten alle Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie die Möglichkeit, ihr Unternehmen und ihre Ausbildungsberufe auf einer eigenen Seite in ansprechender Form darzustellen, d.h. für sich Werbung zu machen.
Dazu wurden in den letzten Wochen die Internet-Zugangsdaten an die Unternehmen versandt. Einige Firmen haben ihr Profil schon angelegt.
Das Unternehmensprofil kann nach eigenen Wünschen gestaltet werden. Neben textilen und nichttextilen Ausbildungsberufen können auch Informationen zu Praktika und Weiterbildung aufgeführt werden. Darüber hinaus können Bilder und Filme einstellen werden, die beispielsweise die Azubis selbst aufgenommen haben. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Zur Erhöhung der Aufmerksamkeit im Internet werden die eingestellten Filme in einem eigens dafür eingerichteten Youtube-Kanal veröffentlicht.

Die Präsentation der Branche auf einer eigenen Plattform ist eine Zielrichtung. Elementar ist die Einbindung der Seite in die Internetwelt der Jugendlichen. Ein Schritt ist die Vernetzung. Über die Nachwuchskampagne muss in sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook, Studi VZ, Schüler VZ oder MySpace und in Blogs gesprochen werden. Die Aufmerksamkeit erreicht man mit alternativem modernem Marketing, dem so genannten viralen Marketing oder Guerilla-Marketing. Ein Beispiel könnte ein laienhaft anmutender Film sein, der durch digitale Mundpropaganda Aufmerksamkeit für die Kampagne erreichen könnte.

Zudem wird die Kampagne durch klassische Werbemaßnahmen und PR-Arbeit flankiert. Auch regionale Aktivitäten werden stattfinden und es wird unterstützendes Printmaterial für die Unternehmen z.B. für Ausbildungsmessen geben. Denn es gilt auch Eltern, Lehrer sowie weitere für die Berufswahl wichtige Multiplikatoren nicht aus den Augen zu verlieren.
Am 15. September wird die Internetplattform der Nachwuchskampagne online gehen. Die gesamte Kampagne wird im November im Rahmen der Mitgliederversammlung des Gesamtverbands textil+mode in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.