Großes Interesse an Depotvertrag

Das von Südwesttextil am 15.11.2007 veranstaltete Seminar zum Depot- und Kommissionsvertrag fand großen Andrang bei den Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie.

"Neuartigen Vertragsgestaltungen zwischen Handel und Industrie gehören die Zukunft", so die Einschätzung von Dr. Walter Brogsitter anlässlich des Südwesttextil-Seminars zum Depot- und Kommissionsvertrag Mitte November in Böblingen. Gerade in der Textil- und Bekleidungsindustrie sei dies eine immer stärker an Bedeutung gewinnende Rechtskonstruktion, so der Rechtsanwalt, der aufgrund seiner Tätigkeit für den Gesamtverband der deutschen Maschenindustrie (Gesamtmasche) über einschlägige Erfahrung verfügt. Bestätigt wurde die Einschätzung des Referenten durch die große Teilnehmerzahl und die rege Diskussion. Dabei trägt die Vertragsgestaltung den unterschiedlichen Interessenlagen Rechnung: dem Handel, dem daran gelegen ist, dass die gelieferte Ware erst bezahlt werden muss, wenn sie am Ladentisch auch verkauft wurde (pay and sold). Und der Industrie, die auf eine automatische Nachlieferung der verkauften Ware (never out of stock) Wert legt. Auf Anregung aus Mitgliedskreisen haben der BTE (Bundesverband des deutschen Textileinzelhandels), der Modeverband German Fashion und Gesamtmasche je einen Entwurf eines Depot- und eines Kommissionsvertrages mit dem Ziel ausgearbeitet, die unterschiedlichen Interessen zu vereinen. Dr. Brogsitter legte im Böblinger Kongresszentrum den interessierten Zuhörern in einem äußerst kompetenten und informativen Vortrag die Hintergründe und Problemkreise der Vertragsentwürfe dar. An der angeregten Diskussion unter den Teilnehmern des Seminars wurde deutlich, dass die Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie großes Interesse an einer soliden Vertragsgestaltung bei solchen Geschäftsbeziehungen haben.