Gute Stimmung zu Ostern

Südwesttextil-Geschäftsklimaindex im ersten Quartal leicht gestiegen

Geschäftsklimaindex 1. Quartal 2014

Die Unternehmen der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sind nach wie vor guter Stimmung. Das schon seit Monaten freundliche Geschäftsklima spiegelt sich im 1. Quartalsergebnis, des nochmals auf aktuelle 11,29 Punkte angestiegenen Südwesttextil-Index. Das ist umso bemerkenswerter, hatten doch bundesweite Konjunkturbefragungen wie die ZEW-Konjunkturumfrage im März Rückschläge zu vermelden. Auch der ifo-Index für die bundesweite Wirtschaft gab leicht nach.

Ausschlaggebend war nach den Ergebnissen, dass die Unternehmen ihre Geschäftslage nochmals positiver beurteilten. Die Geschäftserwartungen wurden jedoch erneut nach unten korrigiert. Hier nahm der Index von 15,65 auf 14,29 Punkte ab. Demnach könnte nach Einschätzung der Befragten, der wirtschaftliche Aufschwung in der Branche etwas gebremst werden. Der aktualisierte Frühindikator für die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts im Südwesten spricht zudem bei einem bis Juli 2014 reichenden Prognosehorizont nicht mehr für eine weitere Verstärkung der Auftriebskräfte.

Im Detail zeigen dies auch die Ergebnisse des Südwesttextil-Geschäftsklimaindex: Die aktuelle Beurteilung der Auslandsumsätze ist erneut angestiegen - 36 Prozent der befragten Betriebe bewerten diese als gut. Das ist eine Steigerung um knapp 12 Prozentpunkte zum letzten Quartal. Um 14,3 Prozentpunkte zurückgegangen ist die Anzahl derer, die mit einem steigenden Auslandsumsatz rechnen. Knapp 72 Prozent erwarten keine Veränderung in diesem Bereich.

Die positive Einstellung der Unternehmen zeigt sich auch in der beabsichtigten Steigerung der Personalstärke. Fast 22 Prozent der Befragten wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Dies ist ein Plus von knapp 12 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Befragung. Abzuwarten bleibt nun wie sich die Krise in der Ukraine auf die Textil- und Bekleidungsindustrie im Südwesten auswirken wird. Wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland würden ihre Spuren in der Branche hinterlassen.