Branchenübergreifendes Know-how in der Mikrotechnologie

Zukunftssicher Produzieren und wettbewerbsfähig bleiben – mit dieser Unterstützungsleistung wendet sich die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung an mittelständische Unternehmen in Deutschland. Mit der Eröffnung des regionalen Schaufensters des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Textil vernetzt in Stuttgart können sich Unternehmen ab sofort über „Smarte Sensorsysteme“ informieren. Mehr als 60 Gäste aus Unternehmen, Wissenschaft, Politik und Interessensverbänden der Wirtschaft folgten der Einladung.

Hahn-Schickard Schaufenster Eröffnung
Foto: © Kompetenzzentrum Textil Vernetzt

Frank Fischer, Leiter des Referats Mittelstand-Digital im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), und Dr. Stefan Kaufmann, MdB und Obmann im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, betonten in ihren Grußworten, wie wichtig die Arbeit der mittlerweile 25 Kompetenzzentren sei, die sich an den deutschen Mittelstand aller Branchen wende.

Dr. Karl-Peter Fritz, Projektleiter des Kompetenzzentrums Textil vernetzt bei Hahn-Schickard, erklärte im Nachgang zur Schaufenster-Eröffnung: „Was mich besonders gefreut hat, war die Anwesenheit vieler interessierter Zuhörer, die mit uns die Multiplikation der Thematik in ganz unterschiedlichen Kontexten vorantreiben werden.“ Dies spiegelte sich auch im anschließenden Podiumsgespräch wieder. Die Diskussionsteilnehmer Dr. Stefan Kaufmann, Dr. David Fleischle von der twip optical solution, die sich dem Thema optische Messetechnik verschrieben haben, Prof. Dr. Gerhard Gruhler von der Hochschule Reutlingen, und Dr. Thomas Rettich, Leiter der Forschungskoordination bei der Trumpf GmbH + Co. KG, schilderten, wie sie die digitale Transformation sowie die Zukunft der Arbeit in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen in Bildung, Hochtechnologie und Politik wahrnehmen.

Frau Prof. Dr. Meike Tilebein von den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) in Denkendorf beleuchtete in ihrem Vortrag die smarten Entwicklungs- und Produktionsprozesse für die Textilindustrie und zeigte auf, welchen Paradigmenwechsel das durchgängige Digitale Engineering in der Textil- und Bekleidungsindustrie einleitet.

Bei der anschließenden Führung durch die Werkstatt und die Labore fand das im Projekt „Track4Quality“ entwickelte System, welches Hahn-Schickard zusammen mit dem Fraunhofer IPM implementiert hat, besondere Resonanz. Dieses System ermöglicht eine zuverlässige Einzelteilverfolgung ohne separate Markierung des Bauteils.

Hahn-Schickard ist mit seinem Schaufenster „Smarte Sensorsysteme“ nun Anlaufstelle für interessierte KMU, die entweder erste Schritte in die Digitalisierung planen oder aber schon konkrete Vorstellungen von der Einführung digitaler Lösungen haben. Hahn-Schickard steht für die Entwicklung und Fertigung von kundenspezifischen Sensorsystemen und individualisierter Sensorik. Das Angebot ist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und ermöglicht kostenfreie Unterstützung und Teilnahme an Veranstaltungen.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt setzt sich aus den vier Partnern Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University, Hahn-Schickard und Sächsisches Textilforschungsinstitut (STFI) unter Leitung des Gesamtverbandes textil+mode zusammen. Dabei stehen die Schwerpunkte Arbeit 4.0, vernetzte Produktion, durchgängiges digitales Engineering und smarte Sensortechnik im Mittelpunkt. Textil vernetzt ist Teil des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital“, der vom BMWi initiiert wurde, um die Digitalisierung in KMU und dem Handwerk voranzutreiben. Unter http://www.textil-vernetzt.de finden Sie weitere Angaben zu Textil vernetzt.