Hitzeschutz für Arbeitnehmer

Handlungspflicht ab plus 30 Grad Celsius

Die Mindestvorschriften für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten sind in der Arbeitsstättenverordnung enthalten.

Auf Grundlage dieser Verordnung wurden nunmehr aktuelle „Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekannt gemacht, die die alten Arbeitsstättenrichtlinien ersetzen. Hierbei handelt es sich um die ASR A1.7 „Türen und Tore“, A4.4 „Unterkünfte“ sowie die A3.5 „Raumtemperatur“. Hier ist u. a. geregelt, dass die Raumtemperatur in Arbeitsräumen plus 26 Grad C° nicht überschreiten soll. Bei Temperaturen darüber soll der Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise die effektive Steuerung des Sonnenschutzes oder der Lüftungseinrichtungen, Reduzierung der inneren thermischen Lasten, Lüftung in den frühen Morgenstunden, Nutzung von Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitverlagerung, Lockerung der Bekleidungsregelungen sowie Bereitstellung geeigneter Getränke.

Neu ist, dass bei Überschreiten der Raumlufttemperatur von plus 30 Grad C° wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Beanspruchung der Beschäftigten nach obiger beispielhafter Aufzählung ergriffen werden müssen. Der Betriebsrat ist nach §§ 81 Abs. 1 Ziff. 7, 91 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) zu beteiligen.