Hochschule entwickelt Stoffe für Cabrio-Verdeck von Lamborghini

Im Zuge eines Industrieprojektes hat die Fakultät Engineering vor Kurzem Vertreter der Firmen Audi und Lamborghini an der Hochschule Albstadt- Sigmaringen begrüßt. Außerdem besuchte die Projektgruppe im Juni gemeinsam mit ihrem betreuenden Professor Dr. Ezzeddine Laourine und Dekan Prof. Dr. Hans Joachim Illgner die Firma Lamborghini in Italien.

Prof. Dr. Ezzeddine Laourine (links) und Prof. Dr. Hans Joachim Illgner (rechts) sind mit Federico Rafanelli von Audi (2.v.l.) und der Studentengruppe zu Besuch bei Lamborghini.
Foto: Prof. Dr. Ezzeddine Laourine (links) und Prof. Dr. Hans Joachim Illgner (rechts) sind mit Federico Rafanelli von Audi (2.v.l.) und der Studentengruppe zu Besuch bei Lamborghini.
© Hochschule Albstadt-Sigmaringen

„Bei dem Projekt geht es um die Entwicklung von innovativen neuen Stoffen für das Cabrio-Verdeck des Modells Lamborghini Huracan“, sagt Ezzeddine Laourine. Unter seiner Leitung erarbeiteten die Studierenden Pia Reisenauer, Linda Zondler, Maria Katherina Metikidou, Jennifer Egler und Henrik Schütte verschiedene innovative Konzepte.

Vor allem der dann folgende Besuch bei Lamborghini war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Nach einer Führung durch das werkseigene Museum fand eine Projektbesprechung mit der Design- und Entwicklungsabteilung statt. „Die Gruppe stellte dort die getesteten Materialien vor“, sagt Ezzeddine Laourine. Deren Eigenschaften und Verhalten bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen hatten die Studierenden zuvor umfassend untersucht und dokumentiert. In Italien stellten sie schließlich verschiedene Varianten vor, aus denen die Lamborghini-Designer dann eine auswählten.

Zurück in Albstadt, stellten die Studierenden an der Hochschule den ersten Prototypen fertig. Ihr besonderer Dank gilt den Mitarbeitern von Audi sowie den Hochschulmitarbeitern Paul-Gerhard Ringwald und Christiane Dreher, die die Verdeck- Entwicklung technisch intensiv begleitet hatten.

Am Montag fand schließlich in Albstadt vor Mitarbeitern von Audi die Abschlusspräsentation statt, die Entwicklungsabteilung von Lamborghini war über Skype zugeschaltet. Alle Beteiligten sind mit der Zusammenarbeit rundum zufrieden. Ezzedine Laourine geht davon aus, dass nun die ersten Prototypen entwickelt werden.

„Ich bedanke mich bei den Studierenden für die tolle Zusammenarbeit und die sehr gute Leistung“, sagt Ralf Jetter, bei Audi Entwicklungsleiter im Bereich Cabrio, Sonderfahrzeug und Verdeck. „Dadurch sind wir in der glücklichen Lage, gemeinsam mit der Hochschule weiterhin für Lamborghini Verdecke entwickeln zu dürfen.“ Eine Studentin der Hochschule schreibt ab Herbst eine entsprechende Bachelorarbeit bei dem deutschen Automobilhersteller. Darin wird es vor allem um weitere Untersuchungen zum Vorprototypen sowie gegebenenfalls Verbesserungen am Verdeck gehen. Weitere gemeinsame Projekte mit Audi und Lamborghini sind in Planung.