IG Metall plant Warnstreiks

Ohne Ergebnis ging am 16. Oktober 2014 die zweite Tarifverhandlungsrunde der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie in Heidenheim zu Ende.

Die IG Metall fordert eine Einkommenserhöhung von 5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten, die mit positiven Ergebnissen im ersten Halbjahr 2014 begründet wird. Zusätzlich wird eine verpflichtende Altersteilzeit und eine Übernahme der Ausgebildeten verlangt. Die Arbeitgeber traten der Forderung entgegen und wiesen auf die zurückgehende Auftragslage sowie die nach unten korrigierten Konjunkturprognosen der Deutschen Wirtschaftsinstitute hin. Im Gegenzug wurde eine weitere Flexibilisierung bei der Arbeitszeit sowie die Abschaffung des Vier-Schicht-Zuschlags eingefordert.

Die Forderungen der IG Metall sind nicht finanzierbar.

Auch der Tarifvertrag zur Sicherung älterer Arbeitnehmer wird gegenüber jüngeren Mitarbeitern als diskriminierend und nicht mehr rechtskonform angesehen. Die IG Metall hat bereits angekündigt nach Ende der Friedenspflicht am 31. Oktober Warnstreiks in Baden-Württemberg mit dem Schwerpunkt Südbaden und Ostalb durchzuführen. Die dritte Verhandlungsrunde wird am 12. November in Münster stattfi nden.