In Passform gebracht

BPI Hohenstein entwickelt optimierte Fertigmaßtabellen

Die Suche nach einer neuen Systematik für die Ableitung von Fertigmaßen auf der Basis von Körpermaßen war erfolgreich. Fertigmaßtabellen sind für die Bekleidungsindustrie wesentlicher Teil der technischen Arbeitsunterlagen. Mit ihnen lassen sich in Zukunft Bekleidungsstücke passformsicherer und reproduzierbarer herstellen als bisher.

Zur Feststellung der Anforderungen meist kleiner und mittelständischer Unternehmen wurde eine umfassende Ist-Analyse durchgeführt. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sind später mit in die Lösungsansätze eingeflossen. Außerdem wurden in einer Produkt- und Modellanalyse Spezifika zur Festlegung von Fertigmaßstrecken herausgearbeitet. Daraus konnten schnitttechnisch Standardmodelle abgeleitet werden.

Die Forschungsanstrengungen liefern als Ergebnis Fertigmaßtabellen, die aus einer maximalen Anzahl von Messstrecken bestehen. Sie sind flexibel, weil sie individuell angepasst werden können. Dazu bietet das Institut zwei Lösungswege an, eine Anwendung mit und eine ohne Unterstützung durch ein CAD-System. Erstere bietet erwartungsgemäß die größere Variationsmöglichkeit.

Ergebnis sind in jedem Fall – unabhängig vom Ermittlungsweg – optimierte Fertigmaßtabellen, die sowohl auf passformgesicherten Grundschnitten basieren als auch individuelle Anpassungen zulassen. Der Industrie stehen die Anleitungen zur Verfügung und können für die Umsetzung in unternehmensspezifischen Fertigmaßtabellen verwendet werden.

Das Ziel des Forschungsvorhabens wurde erreicht. Gefördert wurde dieses Projekt durch die AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungseinrichtungen) aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Der Forschungsbericht kann als Printversion bei Südwesttextil angefordert werden.