Innovation ohne Grenzen

Internationales Kooperationsforum "Intelligente Textilien - Smart, leicht, leuchtend" in Lindau

Ganz im Zeichen der Partnerschaft fand am 16. und 17. Oktober in Lindau, in der Vierländerregion Bodensee, das Kooperationsforum "Intelligente Textilien - Smart, leicht, leuchtend" der textilen Verbände aus der Schweiz, Österreich, Bayern und Baden-Württemberg statt. Bereits seit vielen Jahren besteht eine intensive Zusammenarbeit und bei regelmäßigen Treffen werden regionale Stärken und Besonderheiten erkannt und Synergien geschaffen. Organisiert und durchgeführt wurde diese erste gemeinsame textile Innovationsveranstaltung von der Bayern Innovativ GmbH im Rahmen des Netzwerks Textile Innovation. Die Ausrichtung erfolgte gemeinsam mit dem Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie, der Smart Textiles Plattform Austria, dem TVS Textilverband Schweiz und Südwesttextil.

Das zweitägige Programm war groß und breit angelegt: wahlweise Firmenbesichtigungstouren am ersten Tag zu den Firmen Lindauer Dornier GmbH und Wolford AG oder zu Alge Elastic GmbH und der Universität Innsbruck und zum Abschluss ein stimmungsvoller Abendempfang auf Schloss Montfort in Langenargen - interessante und kurzweilige Podiumsdiskussion, leckeres Essen bei angenehmer Musik, gute Gespräche und eine Schiffsfahrt inklusive.

Am Folgetag kamen rund 320 Besucher aus sechs Ländern zum Kooperationsforum mit integrierter Fachausstellung - Treffpunkt für Experten der Textilindustrie und unterschiedlicher Anwenderbranchen wie Automobilbau, Sport und Medizin - und informierten sich und tauschten sich aus über die neusten Trends im Leichtbau, leitende, leuchtende und lichtleitende Textilien, Sensorik und textile Techniken.

Schon in der locker von Bayern-Innovativ-Geschäftsführer Prof. Dr. Werner Klaffke geführten Podiumsdiskussion waren sich die Teilnehmer Stefan Offermann, Andreas Sallmann, Georg Comploj und Georg Saint-Denis einig: Ohne eine partnerschaftliche innovative Zusammenarbeit in der deutschsprachigen europäischen Textil- und Bekleidungsindustrie, in Kombination mit den dazugehörigen Forschungsinstituten, wird es in Zukunft schwer, wenn nicht sogar unmöglich, auf dem globalen Markt gegenüber Asien zu bestehen.

Dieser Tenor zog sich durch die gesamte Veranstaltung und machte deutlich, wie überlebensnotwendig eine Produktion am Standort für die Textilbranche ist - nicht mehr für die Masse, sondern für innovative Spezialitäten, sei es in der Bekleidung oder in technischen Bereichen. Dazu sind gut ausgebildete Fachkräfte von Nöten und ein unternehmerischer Weitblick, der im eigenen Betrieb in Ausbildung und Forschung investiert. Denn Firmen, die sich auf den Erfolgen vergangener Jahre ausruhen, sind bald abgehängt - selbst als Marktführer.

Dass dies einige Unternehmen erkannt haben, zeigte sich an einer bis zum Tagungsende gut gefüllten Inselhalle und dem regen Treiben und Austausch auf der mit über 20 Ausstellern belegten Fachausstellung. Über den Tellerrand und in neue Richtungen schauen, Ideen sammeln und Querdenken, Partner suchen und finden und das ohne Grenzen, das war die Botschaft dieser Veranstaltung.

Fotos: Bayern Innovativ