Keine Einigung mit der IG Metall zu Demografie-Tarifverträgen

Arbeitgeber legten konkrete Vertragsentwürfe vor, IG Metall lehnt diese ab

In der zweiten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber der Textil- und Bekleidungsindustrie am Montag in Ingolstadt konkrete Entwürfe zu zeitgemäßen Demografie-Tarifverträgen vor. Die IG Metall lehnt die Vorschläge ab.

Das von den Arbeitgebern geschnürte Demografie-Paket enthält unter anderem Tarifverträge zur Altersteilzeit, der Übernahme Ausgebildeter und Regelungen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. "Wir wollen die Neuregelung ebenso wie die IG Metall. Aber alle Maßnahmen müssen so ausbalanciert sein, dass sie unsere Unternehmen nicht belasten. Daher fordern wir die Gewerkschaft auf, an einer vernünftigen Lösung mitzuarbeiten anstatt auf ihren Forderungen zu beharren", sagt Wolfgang Brinkmann, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite.

Die Verhandlungen wurden am gestrigen Abend unterbrochen und werden am 11. November fortgesetzt.

Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ist mit etwa 1200 Unternehmen und 400.000 Beschäftigten im In- und Ausland die zweitgrößte Konsumgüterindustrie. Deutsche Textil- und Modeunternehmen erwirtschaften einen Umsatz von rund 28 Milliarden Euro (davon 60 % Textil, 40 % Bekleidung) und sind damit in Europa führend. Textilunternehmen sind wichtige Zulieferer für Branchen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Medizin, Geotechnologie etc. Der Gesamtverband textil+mode (t+m) ist der Dachverband der deutschen Textil- und Modeindustrie. t+m vertritt die Interessen der Branche in unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaftspolitik mit Büros in Berlin und Brüssel sowie Kooperationsbüros in Moskau und Shanghai.

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