Kleine Kreise, große Wirkung

Die neue Struktur der Personalleiterkreise von Südwesttextil führte zu Anmelderekord

Manchmal gelingt es, Gutes noch besser zu machen: Südwesttextil hat seinem Personalleiterkreis eine neue, erfolgreiche Struktur gegeben. Nur noch einmal – im Frühjahr – findet der Austausch unter den Personalleitern der Mitgliedsunternehmen im großen Kreis statt. Die Tagung im Herbst hingegen wird in drei kleinere Gruppen aufgeteilt. So gibt es einen Termin für die Bekleidungsindustrie, die Textilindustrie in Südbaden und die Textilindustrie in Nordbaden und Württemberg. Veranstaltungsorte sollen die Mitgliedsunternehmen direkt sein. Dies bietet die Gelegenheit, die Betriebe gegenseitig besser kennenzulernen.

Dass sich dieses neue System bewährt, hat die erste Veranstaltungsrunde in diesem November gezeigt: Unter dem Motto „flexible Arbeitszeitlösungen in der betrieblichen Praxis“ konnte der Austausch zwischen den Teilnehmern aufgrund der kompakten Gruppengröße und der Splittung in Bekleidung und Textil gesteigert und der Praxisbezug der Themen verbessert werden. Es entwickelten sich bei allen drei Terminen rege Diskussionen zu den Arbeitszeitthemen, die den Unternehmen bei der täglichen Arbeit begegnen. Die Personalleiter nutzen die Gelegenheit, sich gegenseitig Tipps für die Umsetzung der Regelungen in der Praxis zu geben, Kontaktdaten und selbst Betriebsvereinbarungen auszutauschen. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich die zahlreichen Teilnehmer einstimmig für die Fortsetzung der neuen Struktur im nächsten Jahr ausgesprochen haben.

Besonders für den Kreis der Bekleidungsindustrie, der Termin fand am 3. November in den Räumen der Firma Olymp in Bietigheim-Bissingen statt, war es eine neue Erfahrung, im Rahmen einer Verbandsveranstaltung ausschließlich mit Bekleidungsunternehmen zusammenzutreffen und mit diesen die speziellen Probleme dieses Industriezweiges ausführlich und intensiv diskutieren zu können. Herausgestellt hat sich hierbei, dass trotz der Größenunterschiede und der unterschiedlichen Märkte, die die Unternehmen bedienen, sehr viele Gemeinsamkeiten in der täglichen Arbeit existieren. Insbesondere in Bezug auf flexible Arbeitszeitregelungen müssen Bekleidungsunternehmen mit dem teilweise sehr plötzlichen Arbeitsanfall im NOS-Geschäft, vor allem in den Lagerbereichen, sowie mit den speziellen Anforderungen des weitverbreiteten Retail-Geschäfts fertig werden.

Auch die Teilnehmer der beiden Personalleiterkreise für Textilunternehmen am 10. November bei der Firma Schiesser in Radolfzell und zuletzt am 18. November bei Paul Hartmann in Herbrechtingen, nutzten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch in großem Maße. Es zeigten sich Gemeinsamkeiten in den beherrschenden Themenfeldern. Speziell die Kombination zwischen befristet erhöhtem Arbeitskräftebedarf und wünschenswerter, gesteigerter Arbeitszeitsouveränität der Mitarbeiter, gab Anlass zu regen und konstruktiven Diskussionen.

Die von den Verbandsjuristen geleiteten und mit Rechtsgrundlagen untermauerten Veranstaltungen wurden durch Vorträge der drei gastgebenden Unternehmen aus deren betrieblicher Praxis abgerundet. Die interessanten und kurzweiligen Betriebsführungen waren eine willkommene Atempause für die Unternehmensvertreter und die Rechtsanwälte von Südwesttextil.

Für die Zukunft gilt es, dieses wichtige Medium für den Gedanken- und Wissensaustausch weiter zu fördern und zu etablieren. Ein ganz besonderer Dank gilt den Mitarbeitern der zuvorkommenden gastgebenden Unternehmen, die mit großem Engagement, viel Offenheit und Kompetenz maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben.