Konkurrenzfähig mit Webtechnik 2.0

Neueste Software ersetzt mechanische Komponenten

Mit einer neuen Webmaschinengeneration von Greifer- und Luftwebmaschinen, der Webtechnik 2.0, bringt der Maschinenbauer Dornier neuen Wind in gesättigten Markt.
Nach Angaben eines Firmensprechers bedürfe es einer hochqualifizierten Maschinentechnologie, um den steigenden Bedarf an technischen Textilien decken zu können. Sonst liefen die Asiaten der deutschen Textilindustrie den Rang ab. Das könnte verheerende Folgen haben, weil man dann auch Mühe habe, wichtige Abnehmer wie den Flugzeugbau langfristig in Europa zu halten.
Neben den diversen webtechnischen Verbesserungen gelten vor allem das Steuerungs- und Antriebskonzept als innovativ. Es besticht durch seine Vielseitigkeit, Wartungs- und Rüstaufwand wurden vermindert, der Bedienungsaufwand vereinfacht, die Bauteile erheblich reduziert. Die Konstrukteure setzen dabei verstärkt auf mechatronische Lösungen, bei denen Elektronik und Software integriert werden. Sie vereinfachten die Maschinenkomplexität und reduzierten mechanische Komponenten - zum Beispiel bei der Kantenbearbeitung des Gewebes: Der sogenannte Scheibendreher wurde so konstruiert, dass die Scheibe gleichzeitig der Motor ist. Durch den Einsatz zusätzlicher effizienter Softwaremodule verringerte sich die Zahl der Bauteile um 97 Prozent - statt 112 sind nun nur noch vier Teile zu montieren. Dadurch reduzieren sich Verschleiß, Ersatzteilkosten, Reparaturanfälligkeit sowie Personalkosten.
So steht eine Maschinen-Systemfamilie zu Verfügung, die einen gleichmäßigen Maschinenlauf sicherstellt und das selbst bei schwersten hochschäftigen Produkten. Modernste Sicherheitstechnik ist selbstverständlich, ebenso die Datenübertragung an alle elektronisch gesteuerten Bauteile. Spezialanfertigungen für schwere technische Textilien und Bezugsstoffe werden entsprechend den Spezialanforderungen der Anwender berücksichtigt.