Textilindustrie als Innovationstreiber

Kooperation zur Clusterbildung gegründet

Mit einer feierlichen Unterzeichnung der Vereinssatzung Ende Januar haben Vertreter aus Industrie, Forschungsinstituten, Wirt-schaftsministerium, Kammern und Verbänden jetzt den Grundstein für ein neues textilübergreifendes Netzwerk gelegt. Unter dem Namen "Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg" (AFBW) soll die Vernetzung und Kooperations-anbahnung von Unternehmen verschiedener Branchen und den wirtschaftsnahen Forschungsinstituten erleichtert werden. Außer auf die Textil- und Bekleidungsindustrie zielt das Cluster auf Unternehmen aus Anwendungsbereichen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Bauindustrie, Medizin- und Energietechnik. "Wir werden damit die Innovationen in unserer Industrie deutlich vorantreiben", ist Südwesttextil Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop überzeugt.

Gemeinsam mit den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung und den Hohenstein Instituten hat er die Clusterbildung initiiert. Zu den Gründungsmitgliedern zählen auch die IHK Reutlingen und der Landesverband der baden-württembergischen Industrie, unter dessen Dach die AFBW beheimatet sein wird. "Aus unternehmerischer Sicht bietet die Clusterbildung den Vorteil, dass eine Plattform für einen Dialog zwischen verschiedenen Unternehmen, Wissen-schaftlern und der Politik geschaffen wird", meint Christoph Larsen Mattes, Ge-schäftsführer von Mattes und Ammann, der zum ersten Vorsitzenden der Allianz Faserbasierte Werkstoffe gewählt wurde. In das Cluster integrierte Unternehmen profitieren von der Stärkung ihrer Innovations-, Wettbewerbs- und Anpassungs-fähigkeit.

Die Allianz Faserbasierte Werkstoffe wird künftig unter anderem branchenspezifische Veranstaltungen zur Information, Weiterbildung und Vernetzung für Unternehmer, Wissenschaftler und Dienstleister anbieten. Dabei steht sie allen Unternehmen und Interessenten offen, die in irgendeiner Weise auf dem Gebiet faserbasierter Werkstoffe tätig sind. Darüber hinaus wird sie die Clusterpartner beim Aufbau eines technologisch getriebenen Innovationsmanagements zur Erhöhung ihrer Innovationskraft unterstützen. Dabei wird sich die AFBW auch um die Einwerbung öffentlicher Fördermittel bemühen, die zur Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen bereitgehalten werden.