Korrekte Textilkennzeichnung

Das neue Textilkennzeichnungsgesetz (TextilKG) ist am 24. Februar in Kraft getreten.

„Wer bisher die korrekte Textilkennzeichnung seiner Produkte nicht ganz so ernst nahm oder diese aus Unwissenheit falsch deklarierte, wird sich nun sehr dringend mit dem Thema beschäftigen müssen“, rät Thomas Lange, Geschäftsführer von GermanFashion. Der Mitherausgeber der Kommentare zum TextilKG und zur Europäischen Textilkennzeichnungsverordnung erklärte: „Der nationale Gesetzgeber musste mit einem neuen „Textilkennzeichnungsgesetz“ ein Durchführungsgesetz erlassen. Hier finden sich jetzt die Sanktionen von Verstößen gegen die EU-Verordnung. Die drohenden Geldbußen haben sich auf bis zu 10 000 Euro verdoppelt”.

Für die Kennzeichnungspflichten von Textilerzeugnissen gilt bereits seit Mai 2012 die Europäische Textilkennzeichnungsverordnung 1007/2011. Da diese keine Sanktionen vorsieht, gilt nun das neue Durchführungsgesetz. Anders als bisher wird jetzt proaktiv und nicht mehr reaktiv geprüft. Die einzelnen Bundesländer erstellen Überwachungsprogramme, die der Öffentlichkeit präsentiert und von den Marktaufsichtsbehörden durchgeführt werden.

Die drohenden Geldbußen haben sich auf bis zu 10 000 Euro verdoppelt

Thomas Lange, GermanFashion

Diese wiederum berichten an das Bundeswirtschaftsministerium, welches in ständigem Austausch mit der Europäischen Kommission
steht. „Die Marktaufsichtsbehörden werden beispielsweise die Faserkennzeichnung überprüfen, die Begleitpapiere checken oder auch
schauen, ob die Angaben in der korrekten Sprache verfasst sind“, erläutert Lange.

Der Gesamtverband textil+mode hat einen aktualisierten Leitfaden zur Textilkennzeichnung erstellt, der die wichtigsten Eckpunkte und Regeln für die Rohstoffangabe enthält. Er steht im Mitgliederbereich zum Download bereit.