Kreative Etiketten

Anfang Dezember hat die „Europäische Allianz der Kultur- und Designindustrien” (ECCIA) eine Studie zum Beitrag der High-End-Designbranchen zur europäischen Wirtschaft präsentiert.

Eingeschlossen ist auch die europäische Modeindustrie. Die von Brüssel geförderte Initiative findet seit mehreren Jahren ein offenes Ohr bei der EU-Kommission, welche die europäische Modeindustrie vor allem in Frankreich und Italien verortet. Die Politikempfehlungen des Berichts decken sich mit dem 2013 in London verabschiedeten Aktionsplan: der Schutz geistigen Eigentums, internationaler Marktzugang, selektiver Vertrieb und Verbrauchervertrauen in einer digitalisierten Welt sind Schlüsselbegriffe, die kaum überraschen.

ECCIA empfiehlt die Einführung der verpflichtenden Ursprungskennzeichnung

Aus dem Bericht der European Cultural and Creative Industries Alliance

Zu den Kernforderungen zählt jedoch ein Thema, bei dem sich die Geister seit langem scheiden: Die Pflichtangabe des „Made in“-Landes. Die ECCIA-Mitglieder halten das von der EU-Kommission vorgeschlagene Zwangslabel für eine „tragende Säule ihres Geschäftsmodells“. Das lässt die Kreativität französischer und italienischer Modeschöpfer in einem neuen Licht erscheinen.