Landesausschuss für Berufsbildung

Wirtschaftsminister Ernst Pfister zu Gast beim Landesausschuss für Berufsbildung.

Mitte Oktober stellte sich der baden-württemberigsche Wirtschaftsminister Ernst Pfister zum Meinungsaustausch über aktuelle Bildungsfragen mit dem Landesausschuss für Berufsbildung zur Verfügung. Er legte dar, dass aufgrund des konjunkturellen Aufschwungs die Ausbildungssituation in Baden-Württemberg als positiv betrachtet werden könne. Eine Jugendarbeitslosigkeit von 3,5 Prozent in Baden-Württemberg sei dafür ein Indiz. Entscheidend sei nun, die Nachhaltigkeit des Aufschwungs für den Ausbildungsmarkt zu sichern. Dabei rücken immer mehr Konzepte zur Gewinnung von Fachkräften in den Mittelpunkt. Zu den Zielen gehöre u.a. das Potential an gut ausgebildeten Frauen zu erhöhen, jeden Jugendlichen in eine Ausbildung zu bringen sowie das lebenslange Lernen. Dabei solle der Fokus vor allem auf ältere Arbeitnehmer gerichtet werden.
Wirtschaftsminister Pfister listete auch die Hilfestellungen und Programme seines Ministeriums auf und unterstrich die guten Ergebnisse, die dadurch erzielt werden konnten. So zeige das Sonderprogramm für die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsstellen für sogenannte "Altbewerber" erste Erfolge.
Eine weitere Thematik sieht der Wirtschaftsminister in der Eingruppierung der deutschen dualen Ausbildung in den Europäischen und Nationalen Qualifizierungsrahmen. Vor diesem Hintergrund versucht das Ministerium die Meisterausbildung dem Bachelorabschluss ("Bachelor professional") gleichzustellen. Diese Initiative ist indes zwischen den Wirtschaftsverbänden umstritten. Bedenken haben auch die Kultus- und Wissenschaftsministerien der Länder angemeldet.