Lockdown für das Thema Nachhaltigkeit?

Nach einem vielversprechenden Projektstart im Februar wird auch unser Nachhaltigkeitsprojekt durch die Corona-Krise gebremst.

Lockdown für das Thema Nachhaltigkeit? Zumindest vorerst wurde unser frisch gestartetes Projekt „Textil für Morgen“ nach einem spannenden Treffen mit anderen Teilnehmern der Ideenwettbewerbe im Februar und zahlreichen Anmeldungen für den Auftakt im April, in seinem Lauf gestoppt. Danach ging es zunächst vor allem um die Themen der Krise – Kurzarbeit, Liquiditätsengpässe, Einbruch der Lieferketten sowie die durch die Pandemie bedingten Versorgungsprobleme im Bereich der Schutztextilien.

Trotzdem ist das Thema nach den ersten Wochen der Krise teilweise aktueller denn je, beispielsweise in der Diskussion um die Chancen der Digitalisierung für Vertrieb, Dienstreisen und Prozesse oder Änderungen in den Lieferzeiten und Saisonzyklen der Bekleidungsindustrie. Die Krise macht vielen Unternehmen und ihren Beschäftigten Sorgen um die Zukunft, sie birgt aber auch die eine oder andere Chance für langfristig positive Veränderungen. Wir sehen das Thema Nachhaltigkeit weiterhin als eine dieser Chancen, denn die Agilität und Kreativität, mit der viele Unternehmen im Textile Valley ihre Kompetenzen für die Produktion von Schutztextilien eingesetzt haben, hat die Zukunftsfähigkeit unserer Branche erneut unter Beweis gestellt. Auch in der Öffentlichkeit sind viele Textilunternehmen als Helden in der Krise wahrgenommen worden und der Ruf nach Regionalität von systemrelevanten Lieferketten stärkt womöglich auch das Bewusstsein für die Bedeutung lokaler Akteure.

Im Rahmen unseres Projektes „Textil für Morgen – nachhaltig vernetzt in Baden-Württemberg“ möchten wir mit Ihnen die Fragen, die Sie beschäftigen, diskutieren und mit Ihnen den Blick auf die Chancen für das Thema Nachhaltigkeit lenken. Bis zu unserem Round Table im Oktober, für den wir uns nach wie vor eine digitale Durchführung vorbehalten, möchten wir daher mit Ihnen ins Gespräch kommen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir auch weitere Stakeholder miteinbeziehen, dafür brauchen wir Ihre Ideen. In digitalen Veranstaltungen oder auch bilateral am Telefon oder per E-Mail. Über die Möglichkeiten, sich mit anderen Experten auszutauschen informieren wir Sie in unseren Verbandsmedien.