Luftfracht wird teurer

"Es könnte problematisch werden", sagt Jörg Mendel, Präsident des Luftfahrtbundesamtes

Ab 25. März gilt nur noch Luftfracht von Firmen, die als Bekannte Versender vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zugelassen sind, als "sicher". Das sind in Deutschland bisher nur 900. Das LBA sagt Engpässe voraus. Der Status lohnt sich nicht für jeden. Die noch nicht festgelegten Gebühren sollen sich laut LBA "zwischen 5 000 und 15 000 Euro je zuzulassendem Betriebsstandort" bewegen. Noch teurer kommt oft die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen, und es entstehen fortlaufende Kosten.

Alternativ kann man "unsichere" Luftfracht durch Kontrollen sicher machen. Auch das kostet Zeit und Geld, laut IHKen je nach Standort und Nachfrage zwischen 0,15 und 5,30 Euro pro Kilo, mit Paketpauschalen zwischen 4 und stolzen 950 Euro. Es kommt auf die Ware an: Strahlenempfindlich? Sperrige Maße? Textilwaren sind meist unkompliziertes Kontrollgut. Der Gesamtverband textil+mode rechnet im Regelfall mit Kosten von 0,10 bis 0,15 Euro pro Kilo und Paketpreisen zwischen 25 und 50 Euro. Gleichzeitig warnt t+m vor Verzögerungen. Wer schnelleren Service wünscht, wird für Eiliges wohl noch mehr bezahlen müssen.

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