Präsident mit großer Presse

Erster Auftritt Bölzle’s findet breites Medienecho

Auf erfreulich große Resonanz in den Medien ist die Jahrespressekonferenz von Südwesttextil am 16. Juli in Stuttgart gestoßen. Alle bedeutenden Regionalzeitungen in Baden-Württemberg, die FAZ, das SWR-Fernsehen sowie die „Textilwirtschaft“ und andere Fachmedien haben über die von Präsident Bodo Bölzle und Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop referierten Themen teils sehr ausführlich berichtet. Neben der Darstellung der aktuellen Lage unserer Industrie fanden die Farbstoffproblematik, das Thema Karstadt sowie die Debatte zum Textilsiegel besonderen Nachhall in den Medien. Auch der neue TarifvertragEinstieg Textil“, auf dessen Basis junge Leute zur Ausbildungsreife gebracht werden sollen, interessierte die Journalisten.

Bodo Bölzle, der am 26. Juni zum Nachfolger von Georg Saint-Denis gewählte neue Südwesttextil-Präsident, konnte den Journalisten eine insgesamt gute Stimmungslage der Branche vermitteln. Darin schloss er – in Vertetung für den verhinderten Vizepräsidenten Hans Digel – auch die Bekleidungsindustrie mit ein. „Wir sind mit dem bisherigen Jahresverlauf nicht unzufrieden“, sagte Bölzle und verwies auf einen Umsatzzuwachs in den ersten fünf Monaten von knapp über vier Prozent. Allerdings sieht er auch keinen Anlass zu Luftsprüngen. Denn die Sorgenkinder blieben der Branche erhalten. Hierzu rechnet er insbesondere die hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie die Unsicherheit über die Zukunft des Warenhauskonzerns Karstadt. Sollte Karstadt in die Knie gehen, würde das viele Mitgliedsunternehmen von Südwesttextil hart treffen, so Bölzle’s Befürchtung.

„Wir sind mit dem bisherigen Jahresverlauf nicht unzufrieden“

Bodo Th. Bölzle, Präsident Südwesttextil

Breiten Raum nahmen die Fragen der Journalisten zu dem von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller favorisierten Siegel für nachhaltige Textilien ein. Der Verbandspräsident hält das für ein nicht kontrollierbares „Alibi-Siegel“ und sieht die Verantwortung für teils fatale Produktionsbedingungen nicht bei den hiesigen mittelständischen Textilunternehmen, sondern bei den großen Handelsketten. Er machte aber auch deutlich, dass sich die deutsche Textilwirtschaft der Diskussion über eine Verbesserung der asiatischen Arbeitsbedingungen nicht verschließe.

Medienecho

Südwest Presse

„Das erste Halbjahr lief gut, aber die baden-württembergische Textilbranche sieht mit Sorge in die Zukunft. Grund sind steigende Preise für Textilfarben und Energie sowie eine nachlassende Inlandsnachfrage. Gefühlte und aktuelle Faktenlage passen nicht ganz zusammen. Zumindest den Zahlen nach läuft es derzeit ordentlich für die Textilbranche im Südwesten. Das vergangene Jahr wurde mit einem Umsatzzuwachs von 3 Prozent auf 6,95 Mrd. EUR abgeschlossen, während der ersten fünf Monate 2014 nahm der Umsatz sogar um 3,8 Prozent zu. Die Zahl der Mitarbeiter stieg 2013 leicht auf rund 24 500. Aber die Erwartungen sind verhalten. Die Stimmung bei Spinnern, Webern und Bekleidungsherstellern hat sich verschlechtert, wie Bodo Th. Bölzle, der neue Präsident von Südwesttextil, auf der Jahrespressekonferenz verlauten ließ. Mit 62 Prozent bewerten nun 18 Prozent weniger ihre Auslastung als gut oder befriedigend. 38 Prozent der Unternehmen beurteilen ihren Inlandsumsatz als schlecht, die Preisentwicklung halten 85 Prozent für befriedigend, der Rest ist mit der Ertragslage unzufrieden.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die Textilwirtschaft steht dem von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) vorgeschlagenen Siegel, mit dem Bekleidung aus ökologischer und sozialverträglicher Produktion gekennzeichnet werden soll, äußerst kritisch gegenüber. „Es kann nicht sein, dass uns der Staat von oben herab zu teuren und vor allem wertlosen neuen Zertifikaten verpflichtet, deren Einhaltung von uns nicht gewährleistet werden kann“, sagte Bodo Bölzle, der Präsident des Verbandes Südwesttextil in Stuttgart. Es gebe bereits rund ein Dutzend entsprechende Siegel.“

Heilbronner Stimme

„Die Bekleidungsindustrie hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro erzielt, ein Plus von zwei Prozent, wie der neue Präsident von Südwesttextil, Bodo Bölzle, gestern in Stuttgart vorrechnete. Dabei bildet diese mit so namhaften Modefirmen wie Boss, Betty Barcley, Marc Cain, Luisa Cerano, Mustang, Olymp und Mey nur einen Teil der 200 Verbandsmitglieder ab. Die Branche ist extrem heterogen und umfasst Spinnereien, Webereien, Garnbetriebe sowie Hersteller für Haus- und Heimtextilien, technische Textilien und eben Bekleidung. Doch nur rund 20 Prozent der in Deutschland gekauften Kleidung stammt überhaupt noch von deutschen Firmen des Verbands. 80 Prozent der verkauften Mode wird über die großen Handelsketten wie beispielsweise H&M. Zara, aber auch Lidl und Aldi bezogen, sagte der Hauptgeschäftsführer von Südwesttextil. Markus H. Ostrop. Und Bölzle ergänzt: „Echte Fertigung von Kleidung in Deutschland gibt es nicht mehr.“ Eine Ausnahme sei Wäsche, für die es nach wie vor Betriebe auf der Schwäbischen Alb gibt.“

Stuttgarter Zeitung

Teure Farben und fehlende Färber bereiten der baden-württembergischen Textilindustrie zunehmend Kopfzerbrechen. Der neue Präsident des Branchenverbandes Südwesttextil. Bodo Bölzle, spricht von dramatisch gestiegenen Kosten für bestimmte Textilfarbstoffe. So hätten sich etwa Automobiltextilien aufgrund von Kapazitätsengpässen bei asiatischen Chemielieferanten um mehrere hundert Prozent verteuert. „Diese Kosten können unsere Textilveredelungsbetriebe nicht allein tragen“, warnte Bölzle am Mittwoch in Stuttgart. Verfügbarkeitsprobleme drohten ganze Lieferketten sprichwörtlich zu sprengen, da die Textilien aufgrund von Farbstoffmangel nicht rechtzeitig oder auch überhaupt nicht mehr gefärbt werden könnten. „Die Entwicklung kann manchen Betrieben an die Existenz gehen“, so Bölzle. Der Verbandspräsident forderte die Autobauer daher zu Zugeständnissen auf.“

Stuttgarter Nachrichten

„Ein Sorgenkind ist Karstadt. Wenn ein solches Kaufhaus aus der Innenstadt verschwinden sollte, bräche ein wichtiger Umsatzanteil der Bekleidungsfirmen weg, sagte Bölzle. Hersteller von Wäsche sowie Damen- und Herrenbekleidung fürchten, dass von ihnen massive Preisnachlässe gefordert werden könnten, die sie nicht verkraften. Baden-Württemberg bezeichnete Bölzle auch als das Land der Sportbekleidung. Gerade im Anschluss an die Fußball-WM machte er klar, dass es nicht nur Milliardenkonzerne wie Puma oder Adidas gebe, sondern auch Sportmodenhersteller im Land – etwa Erima (Pfullingen), Reusch (Reutlingen) oder Uhlsport (Balingen).“

Reutlinger Generalanzeiger

„Der Zukunftsmarkt liegt im Bereich der technischen Textilien, dort ist Deutschland Weltmarktführer. Dabei kommen unterschiedlichste Anwendungsbereiche zum Tragen, wie beispielsweise im Flugzeug-, Automobil- oder Straßenbau. Laut Bölzle müsse Deutschland hier seine Rolle als „Ingenieursland“ ausnutzen und die bestehende Nachfrage mit technischen und innovativen Lösungen befriedigen. Obgleich in diesem Segment ein Umsatzminus von zwei Prozent hingenommen werden musste, machen technische Textilien schon jetzt ungefähr die Hälfte der Gesamtproduktion aus.“