Mehr Anreiz zur Ausbildung

Erhöhung der monatlichen Vergütung bei einer Einstiegsqualifizierung

Ab 1. August 2016 hat sich die maximale Höhe des Zuschusses bei einer Einstiegsqualifizierung (EQ) gem. § 54a SGB III von 216 Euro auf 231 Euro erhöht. Der Anteil am pauschalierten Gesamtsozialversicherungsbeitrag für EQ nach § 54a SGB III beträgt für Personen, die ab dem 1. August 2016 in eine EQ eintreten, für die gesamte individuelle Förderdauer monatlich 116 Euro.

Da die EQ in vielen Fällen auch die Grundlage für die Umsetzung von tariflich geregelten Projekten zur Berufsvorbereitung ist, finden die gesetzlichen Anpassungen auch hier ihre Anwendung. Arbeitgeber erhalten demnach von der Agentur für Arbeit zukünftig 231 Euro, die an den Jugendlichen weitergeleitet werden müssen. Zusätzlich tariflich vereinbarte Vergütungen, wie z. B. der Tarifvertrag Einstieg Textil von Südwesttextil bleiben von der Erhöhung unberührt.

EQ dient der Vermittlung von Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit. So besteht die Möglichkeit, die künftigen Auszubildenden und deren Leistungsfähigkeit in der betrieblichen Praxis kennenzulernen. Eine EQ läuft über eine Dauer von mindestens sechs bis maximal zwölf Monate.

Sie eignet sich ebenfalls für die Integration von Flüchtlingen. Anerkannte Schutzberechtigte können diese Leistung ohne Weiteres beantragen. Junge Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerber und Geduldete können grundsätzlich ab dem vierten Aufenthaltsmonat mit dieser Leistung gefördert werden, sofern die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

Die Informationen zum Tarifvertrag Einstieg Textil stehen zum Download bereit.