Mehr in der Tasche

Ausbildungsvergütungen sind auch 2009 gestiegen

Die Ausbildungsvergütungen sind im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie lange nicht. Dazu beigetragen hat unter anderem die Entwicklung der Azubi-Gehälter im Osten, die sich dem Westniveau weiter annähern.

Trotz Wirtschaftskrise waren die Bedingungen für junge Leute auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz im vergangenen Jahr recht gut: Nicht nur, dass es zum zweiten Mal in Folge mehr unbesetzte Stellen als unversorgte Bewerber gab, auch die finanziellen Rahmenbedingungen der Berufsausbildung haben sich noch einmal deutlich verbessert.

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen stiegen 2009 in Westdeutschland um gut drei Prozent und in Ostdeutschland um fast fünf Prozent.

Ein solch starkes Plus gab es zum letzten Mal 1995. Seitdem lag die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate für Azubiverdienste bei 1,7 Prozent im Westen und 1,4 im Osten.

Mittlerweile kann sich der West-Azubi im Schnitt über 679 Euro brutto im Monat freuen, die Berufsanfänger im Osten über immerhin 595 Euro. Ein Blick auf die einzelnen Ausbildungsberufe zeigt allerdings, welche Spanne sich hinter diesen Durchschnittswerten verbirgt: Die mit Abstand höchsten Einkommen erhalten traditionell die angehenden Binnenschiffer mit derzeit 949 Euro brutto im Monat. Am wenigsten verdienen mit 269 Euro monatlich die Azubis im Friseurhandwerk in Ostdeutschland.