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Test der Zusammenführung von Firmendaten

Von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder, vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit sowie von der Deutschen Bundesbank werden eine Reihe von Unternehmensdaten erhoben und aufbereitet. Bislang hat es jedoch nie eine Verknüpfung dieser Datenbestände über die Grenzen der einzelnen Institutionen hinweg gegeben. Das Projekt „Kombinierte Firmendaten für Deutschland“ (KombiFiD) setzt genau hier an. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Projekts ist es, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, inwiefern sich Unternehmensdaten der statistischen Ämter mit Unternehmensdaten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und der Deutschen Bundesbank verknüpfen lassen und welche zusätzlichen Analyse- und Informationspotenziale hierdurch entstehen.

Untersucht wird im Projekt ferner, inwiefern Institutionen übergreifende Datenverknüpfungen Möglichkeiten für eine weitere Entlastung der Wirtschaft von Auskunftspflichten eröffnen.
Um die Daten der genannten Datenproduzenten zusammenführen zu können, muss die Zustimmung der Unternehmen für diese Verknüpfung vorliegen. Im Rahmen des Projektes ist geplant, in der zweiten Aprilhälfte eine Stichprobe durchzuführen, in der ca. 55 000 Unternehmen angeschrieben und um Zustimmung durch das Statistische Bundesamt gebeten werden.

Der Bundesverband der Industrie als auch der Bundesverband der Arbeitgeber unterstützten dieses Projekt mit dem Ziel einer spürbaren Senkung der Informationspflicht der Unternehmen durch eine Beseitigung von Mehrfacherhebungen.