Mittelstand gewinnt an Bedeutung

Landesregierung legt Sachstandsbericht vor

Die mittelständische Wirtschaft gewinnt in Baden-Württemberg weiter an Bedeutung. „Trotz der schweren Rezession hat die Wirtschaft im Land weder ihre Innovations- und Leistungskraft verloren noch ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Der Garant für diese hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist unser Mittelstand, dessen Unterstützung ein Grundpfeiler unserer Wirtschaftspolitik bleibt“, betonten Ministerpräsident Stefan Mappus
und Wirtschaftsminister Ernst Pfister anlässlich der Vorstellung des Mittelstandsberichts 2010 im Kabinett.

Der Mittelstandsbericht informiert über die Entwicklung der mittelständischen Wirtschaft in den letzten fünf Jahren, die mittelstandsrelevanten Leistungen des Landes und die Verwendung von Fördermitteln. Außerdem beinhaltet er einen Ausblick auf zukünftige Themen und Herausforderungen. Laut Bericht flossen in den Jahren 2005 bis 2009 insgesamt rund 560 Mio. Euro in die Mittelstandsförderung. Schwerpunkte waren dabei die berufliche Qualifizierung, die Förderung von wirtschaftsnaher Forschung und technischer Entwicklung sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Kapitalversorgung kleiner und mittlerer Unternehmen. Nicht eingerechnet sind hierbei Maßnahmen, die dem Mittelstand mittelbar
zugute kommen, wie die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Pfister wies darauf hin, dass die Zahl der mittelständischen Betriebe mit weniger als 500 Beschäftigten zwischen 2005 und 2009 in Baden-Württemberg um rund 7 200 zugenommen habe. Diese kleinen und mittleren Unternehmen beschäftigen knapp 2,3 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitskräfte und stellen damit 63,2 Prozent der Arbeitsplätze.