Nachholende Grundbildung am Arbeitsplatz

Förderprogramm des Bildungsministeriums will Analphabetismus in Deutschland bekämpfen

In Deutschland leben über 7 Millionen "funktionale" Analphabeten, rund 4,3 Millionen davon sind erwerbstätig. Die meisten Erwerbstätigen, die dieser Personengruppe angehören, haben Schwierigkeiten, die Mindestanforderungen an Lese- und Schreibkompetenzen zu erfüllen, die in einer modernen Arbeitswelt gestellt werden. Der Ansatz der abeitsplatzbezogenen Grundbildung spielt jedoch kaum eine Rolle in der betrieblichen Weiterbildung. Diese ist in der Regel tätigkeits- und anlassbezogen. Die Teilnahme an entsprechenden Weiterbildungsangeboten kann aber unter anderem auch aufgrund mangelnder Grundbildungskompetenzen eine Hemmschwelle darstellen.

Ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiertes Förderprogramm zielt darauf ab, die Beschäftigungsfähigkeit Geringqualifizierter durch die Unterstützung arbeitsplatzbezogener Grundbildung zu verbessern. Im Projekt AlphaGrund entwickelt das IW Köln in Kooperation mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und BBQ Berufliche Bildung gGmbH in Nordbaden gemeinsam mit Unternehmen Angebote, um Geringqualifizierten am Arbeitsplatz Mindestkompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln und so die Chancen auf Höherqualifizierung zu ermöglichen.

Die von AlphaGrund offerierten Maßnahmen bieten als Instrumente der Personalentwicklung eine Möglichkeit, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, die Beschäftigungsfähigkeit von Un- und Angelernten zu verbessern und somit gerade in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels betriebliche Mitarbeiterpotenziale zu fördern.

''Ansprechpartner
Helmut E. Klein, Referatsleiter
Bildungsforschung und Bildungsmedien,
Institut der deutschen Wirtschaft, Köln,
Telefon 0221 4981-769,
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Heidi Manhart, Projektleiterin,
BBQ Berufliche Bildung gGmbH,
Telefon 06221 89077-13,
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