Neue Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung der Spitzenforschung

Karl Schäuble, Vizepräsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg: "Die neue Exzellenzinitiative ist eine Chance für den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg"

Als „eine Chance für den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg“ haben die Arbeitgeber im Land die neue Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung der Spitzenforschung bezeichnet. „Baden-Württemberg ist das erfolgreichste Land in der Exzellenzinitiative. Die neue Vereinbarung bietet die Chance, dass dies so bleibt“, sagte Karl Schäuble, Vizepräsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg, am Freitag in Stuttgart anlässlich des Beschlusses der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK).

Schäuble begrüßte ausdrücklich, dass nunmehr eine Förderung von acht bis elf Exzellenzuniversitäten vorgesehen ist:

„Nur eine hinreichend große Anzahl an Exzellenzuniversitäten kann die deutsche Spitzenforschung im internationalen Vergleich sichern.“

Die zwischenzeitlich vom Bund vorgeschlagene Beschränkung auf bundesweit drei bis fünf Exzellenzuniversitäten hatten die Arbeitgeber Baden-Württemberg daher klar abgelehnt. „Es ist gut, dass die Beschränkung auf wenige Leuchtturmprojekte endlich vom Tisch ist. Es hätte dem bewährten dezentralen Aufbau der deutschen Universitätslandschaft widersprochen, die Anzahl der Exzellenzuniversitäten zu reduzieren“, so Schäuble.

Als wichtige Verbesserung wertet Schäuble, dass die Exzellenzuniversitäten bei erfolgreicher Evaluierung nach sieben Jahren in der Förderung verbleiben: „Die dauerhafte Förderung der Exzellenzuniversitäten durch den Bund ist ein deutlicher Schritt nach vorne zu mehr Planungssicherheit in der Spitzenforschung.“

Die Arbeitgeber Baden-Württemberg begrüßen auch, dass in der zweiten Förderlinie ‚Exzellenzcluster‘ Verbundbewerbungen möglich sein werden. „Diese eröffnen nun auch kleineren Hochschulen die reale Möglichkeit, eine Spitzenförderung zu erhalten und Synergieeffekte bei universitätsübergreifenden Kooperationen zu nutzen“, sagte Schäuble. Verbundbewerbungen böten Hochschulen auch die Chance, die recht hohe Hürde von mindestens zwei Exzellenzclustern für eine Bewerbung als Exzellenzuniversität besser zu nehmen. Für sehr sinnvoll halten die Arbeitgeber, dass bei den Exzellenzclustern eine zusätzliche Prämie zur Stärkung der Governance der geförderten Universitäten eingeführt wird.

„Die Stärkung der Governance an deutschen Universitäten ist unabdingbar, um den Differenzierungsprozess voranzutreiben und um gegenüber internationalen Spitzenuniversitäten bestehen zu können“

Karl Schäuble, Vizepräsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg