Ohne Internet geht gar nichts

Die Ergebnisse der JIM-Studie 2010 bestätigen Go Textile!

Das Internet ist unbestritten ein fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. Neben vielen Chancen stehen in der Öffentlichkeit oft die problematischen Aspekte im Vordergrund. Doch Jugendliche sind sich den Gefahren im Internet durchaus bewusst. Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-)Media), die seit 1998 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest gemeinschaftlich mit der SWR Medienforschung durchgeführt wird. Mit der repräsentativen Studie 2010 wird nun zum dreizehnten Mal das Medienverhalten der 12 bis 19-Jährigen in Deutschland abgebildet. Dazu wurden im Frühsommer des Jahres 1208 Jugendliche telefonisch befragt.

Das potentielle Anwendungsspektrum bei der Computer- und Internetnutzung ist extrem breit gefächert: So helfen Computer und Internet heute beispielsweise bei den Hausaufgaben, dienen der Entspannung und Unterhaltung, sind wichtige Kommunikationsplattformen oder bieten die Möglichkeit, rund um die Uhr einzukaufen.

Aktuell verbringen Jugendliche 138 Minuten pro Tag im Internet. Überwiegend nutzen sie diese Zeit zur Kommunikation – meist in Communities und mit Instant Messenger. 63 Prozent dieser Altersklasse kommunizieren auf diese Weise miteinander. Dazu nutzen sie nicht-öffentliche Räume via Internet mit der dazu nötigen speziellen Software. Daneben ist auch die E-Mail-Kommunikation bei mehr als der Hälfte der Jugendlichen fester Bestandteil ihrer Alltagskommunikation.

Soziale Netzwerke im Internet haben eine starke Anziehungskraft auf Jugendliche. Jeder Zweite zwischen 12 und 19 Jahren loggt sich täglich in seiner Online-Community ein, die meisten von ihnen sogar mehrmals täglich. Der Austausch von Bildern, Einträgen, Kommentaren und Statusmeldungen über soziale Netzwerke ist somit die am häufigsten verwendete Kommunikationsform im Internet. Dabei stehen Online-Communities wie schülerVZ oder Facebook in der Prioritätenliste der 12- bis 19-Jährigen ganz oben: 70 Prozent zählen zu den regelmäßigen Nutzern solcher Plattformen.

Fragt man die Jugendlichen nach der Community, die sie am meisten nutzen, so wird schülerVZ nur noch von einem Drittel genannt (2009: 42 Prozent) und Facebook – 2009 unter den meistgenutzten Communities noch gar nicht gelistet – kommt inzwischen auf 19 Prozent. Andere Netzwerke sind im Vergleich hierzu fast bedeutungslos.

Doch haben viele Jugendliche inzwischen dazugelernt: Die Bereitschaft persönliche Daten im Internet zu verbreiten ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Zudem verwenden immer mehr Jugendliche Konfigurationsmöglichkeiten, die die Daten nur für einen bestimmten Personenkreis sichtbar machen. Denn sie wissen – nur wenn man bewusst mit seinen persönlichen Daten umgeht, kann man die Chancen der Netzwerke für sich optimal nutzen und ist vor bösen Überraschungen sicher.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Textil- und Bekleidungsindustrie mit ihrer vor anderthalb Jahren getroffenen Entscheidung, ihre Nachwuchskampagne Go Textile! als web-2.0-basierte Internetplattform aufzubauen, absolut den Nerv des Medienverhaltens der Jugendlichen getroffen hat. Aufgrund ihrer Technik und ihrer breiten Vernetzung zählt sie heute zu den modernsten und fortschrittlichsten Internetplattformen in diesem Bereich. Dies ist für Branche die Bestätigung, den eingeschlagenen Weg der innovativen Nachwuchswerbung tatkräftig fortzuführen und weiter auszubauen.