Startschuss für Morgen

Am 9. Juli fand der Höhepunkt des Projekts „Place2tex“ in Form einer virtuellen Konferenz statt. Die vom Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau geförderte Initiative von AFBW, IHK Reutlingen und Südwesttextil stellt die Unterstützung von mittelständischen Unternehmen bei der Implementierung eines digitalen Innovationsmanagements in den Mittelpunkt.

Startschuss für Morgen Place2Tex Unternehmensbeispiele
Foto: © Sandra Schulze/Südwesttextil

So bot das future_innovation_festival nicht nur während der Live-Veranstaltung Vorträge und Informationen, sondern transferierte das ursprünglich für die physische Durchführung im März geplante Festivalprogramm in eine digitale Website. Ministerialdirektor Michael Kleiner lobte in seiner Begrüßung insbesondere diese Flexibilität und wertete das future_innovation_festival als Zeichen, „dass eine neue Normalität durchaus möglich werden kann“.

Zu Beginn der Veranstaltung warf Prof. Ulrich Weinberg, Leiter der Potsdamer School of Design Thinking, in seiner Präsentation „Design Thinking: Besser vernetzt arbeiten!“ einen Blick auf die Arbeitsweise der Zukunft. In den Mittelpunkt rückte er die Fähigkeit jedes Individuums zu kreativem und innovativem Denken. Für Unternehmen gälte es, die Entfaltung dieser Fähigkeit zu ermöglichen – durch die Einrichtung entsprechender Räume, die die Beschäftigten dazu befähigen. Als ersten Schritt hin zu einem vernetzten Denken gab er den Festivalbesuchern den Tipp, einmal aufmerksam durch das eigene Unternehmen zu laufen und nach eben solchen Räumen Ausschau zu halten.

Dass die Unternehmenskultur mit Freiräumen für neue Ideen und Experimente äußerst wichtig ist, zeigte anschließend auch ein Blick in die Praxis. Mit Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle, CEO der Amann Group, Marc Lorch, CEO der Dr. Zwissler Holding AG, und Ilka Kaczmarek, Innovationsmanagerin bei Kelheim Fibres, waren gleich drei Unternehmen aus dem Netzwerk vertreten, die in den letzten Jahren in die Innovationskultur ihres Unternehmen investiert haben. Egal ob mit einem „Open Innovation“-Ansatz, der engen Zusammenarbeit mit Kunden, Start-ups und anderen Stakeholdern oder der Einrichtung einer eigenen Abteilung mit einem entsprechenden Innovationslabor – alle Experten waren sich einig, dass Innovationen im Unternehmen ganzheitlich gedacht werden müssen und eng mit der Unternehmenskultur zusammenhängen.

Um die Teilnehmer zu inspirieren, gab es im Anschluss drei Workshops, die Ideen zur Umsetzung lieferten und zum Mitmachen einluden. Egal ob mit der INNOgarage, der Methode Lego Serious Play oder mit einer durchdachten Innovationskultur: Es gibt viele Ansätze, um ein digitales Innovationsmanagement im Unternehmen zu etablieren. Das future_innovation_festival und die Plattform Place2tex möchten den Anstoß geben, sich digital für das Thema zu öffnen und die Unternehmen mit Innovationsmethoden fit für die Zukunft zu machen.